Zürich
Zürcher Stadtpolizei setzt auf Mini-Drohnen für Unfallaufklärung

Die Stadtpolizei Zürich erhält einen Fliegenden Fotoapparat (FFA). Dieser soll Unfallbilder aus der Luft schiessen. Nicht eingesetzt wird das Gerät bei Demonstrationen oder Ausschreitungen bei Sportveranstaltungen.

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Das Schweizer Fernsehen setzt bei Sportübertragungen auf den Einsatz von Mini-Drohnen. (Archiv)

Das Schweizer Fernsehen setzt bei Sportübertragungen auf den Einsatz von Mini-Drohnen. (Archiv)

Keystone

In diesen Fällen greift man weiterhin auf Helikopter oder Drohnen der Armee zurück, die Filmmaterial liefern. Der Mulitcopter, im Polizeijargon FFA genannt, soll künftig aus der Luft Bilder von so genannten Endsituationen bei Verkehrsunfällen oder Bränden liefern. "Es geht um Aufnahmen von Schadensplätzen", bestätigte Stadtpolizeisprecher Marco Cortesi gegenüber der Nachrichtenagentur sda einen Bericht im "Tages-Anzeiger" vom Mittwoch.

Die Polizei hoffe, komplizierte Unfallsituationen besser analysieren und rekonstruieren zu können. Allenfalls komme die fliegende Polizeikamera auch bei Verbrechen wie einer Geiselnahme zum Einsatz, um den Standort des Täters herausfinden zu können, sagte Cortesi weiter.

Angeschafft werden insgesamt zwei Multicopter. Sie kosten je 50'000 Franken. Einer davon wird bloss mit einer Billigkamera ausgerüstet und zu Übungszwecken verwendet.

An den Kosten beteiligt sich auch das Amt für Geomatik und Vermessung Zürich (GeoZ). Dieses will das Gerät für Vermessungszwecke einsetzen. Eintreffen sollen die Geräte laut Cortesi in ein bis zwei Monaten.

Begrenzter Einsatzbereich

Der Einsatzzweck des Fluggeräts ist klar begrenzt und in einer speziellen Dienstanweisung festgehalten. Ausgeschlossen ist, dass die Kamera bei Demonstrationen oder Ausschreitungen bei Fussballspielen abhebt. In solchen Fällen wendet sich die Stadtpolizei Zürich jeweils an die Armee.

Wie aus einer Antwort des Stadtrates hervorgeht, hat die Luftwaffe der Schweizer Armee zugunsten der Stadtpolizei Zürich im Zusammenhang mit grossen Polizeieinsätzen in den letzten Jahren immer wieder Drohnen- beziehungsweise Helikopter-Einsätze geleistet, so etwa während der Fussball-Europameisterschaft 2008 und bei Aktivitäten rund um den 1. Mai.

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