ERZ Finanzen
Zürcher Staatsanwaltschaft kann Verfahren gegen Urs Pauli einleiten

Die Staatsanwaltschaft des Kantons Zürich kann gegen den entlassenen Direktor von Entsorgung + Recycling Zürich (ERZ), Urs Pauli, ein Strafverfahren einleiten. Das Obergericht hat Ende Woche seinen Ermächtigungsentscheid gefällt.

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Gegen Urs Pauli kann ein Strafverfahren eingeleitet werden. (Archiv)

Gegen Urs Pauli kann ein Strafverfahren eingeleitet werden. (Archiv)

KEYSTONE

Wie die Staatsanwaltschaft nun vorgeht, ist noch unklar. "Wir prüfen derzeit die nächsten Schritte", sagte Corinne Bouvard, Sprecherin der Oberstaatsanwaltschaft des Kantons Zürich, am Sonntag auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda. Sie bestätigte damit einen Artikel in der "NZZ am Sonntag". Bis auf weiteres würden keine Auskünfte erteilt. Ein Ermächtigungsentscheid ist notwendig, um gegen Beamte Strafverfahren zu führen.

ERZ-Direktor Pauli war vor einem Monat wegen Verdachts auf ungetreue Amtsführung freigestellt worden, da er sich im Jahr 2012 widerrechtlich ein teures Dienstfahrzeug angeschafft und dieses auch privat genutzt haben soll. Der Zürcher Stadtrat Filippo Leutenegger (FDP) hatte darauf eine Strafanzeige eingereicht.

Kurz darauf wurde in einem Bürogebäude von ERZ eine Schwarze Kasse entdeckt. Ein Safe enthielt Bargeld in Höhe von rund 215'000 Franken, das in der offiziellen Rechnung des Amtes nicht auftauchte. Der Stadtrat entschied darauf, den freigestellten ERZ-Direktor Pauli fristlos zu entlassen. Der Stadtrat lässt zudem die Unregelmässigkeiten bei ERZ extern untersuchen.