Gesundheit
Zürcher Spitäler sind bis über die Kantonsgrenze hinaus gefragt

Immer mehr Patienten aus andern Kantonen und dem Ausland lassen sich in Zürcher Spitäler einweisen. Von den Zürcherinnen und Zürchern, die ins Spital müssen, wollen die allermeisten im eigenen Kanton behandelt werden.

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14 Prozent der 2012 in Listenspitälern im Kanton Zürich behandelten Personen stammten aus anderen Kantonen oder aus dem Ausland (Archiv)

14 Prozent der 2012 in Listenspitälern im Kanton Zürich behandelten Personen stammten aus anderen Kantonen oder aus dem Ausland (Archiv)

Keystone

Dies zeigt der «Gesundheitsversorgungsbericht 2013».

Den Systemwechsel in der Spitalfinanzierung und Spitalplanung per 1. Januar 2012 hat die Gesundheitsdirektion zum Anlass genommen, mit dem «Gesundheitsversorgungsbericht» ein neues Informationsmittel bereitzustellen. Es soll jährlich erscheinen und Zahlen, Fakten sowie vertiefende Informationen zur stationären Gesundheitsversorgung im Kanton Zürich bieten.

Der Bericht gliedert sich in die drei Bereiche Akutsomatik, Rehabilitation und Psychiatrie, wie die Gesundheitsdirektion am Dienstag mitteilte.

Rund 95 Prozent aller Zürcherinnen und Zürcher, die einen stationären Aufenthalt in Akutsomatik oder Psychiatrie benötigen, lassen sich in einem Zürcher Spital behandeln. Dies unterstreiche das «umfassende, hochstehende und zeitgerecht zugängliche Leistungsangebot» innerhalb des Kantons.

Die «ausgezeichnete Zürcher Akutspitalversorgung» wird vermehrt auch durch ausserkantonale Patienten in Anspruch genommen: 14 Prozent der 2012 in Listenspitälern im Kanton Zürich behandelten Personen stammten aus anderen Kantonen oder aus dem Ausland (2011: 12 Prozent).

Insgesamt zeigt der Bericht ein positives Bild der Zürcher Gesundheitsversorgung. Auch hätten sich die neue Spitalplanung sowie die neue Spitalfinanzierung bewährt, heisst es weiter.

Herausforderungen in der Kinder- und Jugendpsychiatrie

Die Publikation weist aber auch auf einzelne Probleme hin. Beispielsweise besteht in der Kinder- und Jugendpsychiatrie eine Unterversorgung. Diese soll durch die Sanierung und Erweiterung der Kinderstation Brüschhalde in Männedorf behoben werden.

Zudem seien die Tarife in der ambulanten Psychiatrie so niedrig, dass ohne zusätzliche Finanzierung die Gefahr einer Unterversorgung besteht. Damit dies nicht geschehe, habe die Gesundheitsdirektion zusammen mit den Zürcher Psychiatriekliniken ein Leistungserfassungs- und Finanzierungssystem erarbeitet.

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