Aktionskreis Behindertenpolitik
Zürcher Sparmassnahmen treffen Menschen mit Behinderungen hart

Menschen mit einer Behinderung würden sich angesichts steigender Lebenskosten und angespanntem Wohnungsmarkt im Kanton Zürich zunehmend um ihre Existenz sorgen, hält der Aktionskreis Behindertenpolitik fest. Er fordert, dass Behörden auf kommunaler, kantonaler und nationaler Ebene das Niveau bei den Zusatzleistungen verbessern.

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Nicht nur Hürden aus Stein: Geht es um die Selbstbestimmung, können Behinderte auch an fehlendem Verständnis oder an der Bürokratie scheitern.Symbolbild: Jürg Krebs

Nicht nur Hürden aus Stein: Geht es um die Selbstbestimmung, können Behinderte auch an fehlendem Verständnis oder an der Bürokratie scheitern.Symbolbild: Jürg Krebs

Jürg Krebs

Insbesondere im teuren Kanton Zürich seien kantonale Beihilfen, Zuschüsse sowie Gemeindezuschüsse für Menschen mit Behinderung essentiell, schreibt der Aktionskreis Behindertenpolitik Kanton Zürich (AKB Zürich) in einer Mitteilung vom Dienstag. "Sie ermöglichen IV-Rentnern die soziale Integration und verhindern ein Abrutschen in die Sozialhilfe."

Doch seit Jahren könnten die Zusatzleistungen die finanzielle Existenz nicht mehr angemessen sichern, vor weiteren Sparmassnahmen sei eindringlich zu warnen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Der AKB Zürich fordert deshalb unter anderem eine Anpassung des Zusatzleistungsniveaus. Zudem soll die Mietpreisentwicklung berücksichtigt werden - solange der Bund dieses Anliegen hinauszögere, müsse der Kanton Zürich einen Ausgleich schaffen.

Im Aktionskreis haben sich die Behindertenkonferenz Kanton Zürich, Curaviva Kanton Zürich, insieme Dachverband Kanton Zürich, INSOS Zürich und Pro Infirmis Zürich zusammengeschlossen.