Zürich
Zürcher SP-Kantonsräte wollen Fifa zur Kasse bitten

Die Fifa mit Sitz am Zürichberg werde steuerlich bevorzugt, finden SP-Kantonsräte. Sie bezweifeln zudem, ob es sich beim Weltfussballverband immer noch um eine «gemeinnützige Organisation» handelt - schliesslich erwirtschafte dieser jährlich Hunderte Millionen Franken Gewinn.

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Fussball-Zentrale in Zürich

Fussball-Zentrale in Zürich

Keystone

In einer Anfrage an den Regierungsrat wollen sie wissen, ob die Fifa die Kriterien eines steuerlich bevorzugten Vereins immer noch erfüllt und wie das kantonale Steueramt diese überprüft.

Mit ihrem Vorstoss, der am Donnerstag veröffentlicht wurde, verlangen die Parlamentarier zudem eine Antwort darauf, wieso der Kanton Zürich mit der Bevorzugung der Fifa auf Steuereinnahmen in grossem Ausmass verzichtet. Weil die Fifa als «gemeinnützig» gilt, bezahlt sie pro Jahr höchstens eine Million Franken Steuern.

Auch im Zürcher Gemeinderat war die Fifa bereits Thema. Anfang April überwies das Parlament ein Postulat, das vom Stadtrat fordert, Schritte zu einer höheren Besteuerung zu prüfen. Unterstützt wurde der Vorstoss von der AL, der SP, den Grünen, der GLP und der SD.

Die bürgerliche Ratsseite hingegen verteidigte die Fifa. Man könne sich fragen, ob die Organisationsform Verein die richtige sei oder eine AG nicht angemessener wäre, räumte ein FDP-Sprecher ein. Es sei aber die Privatsache von jedem, sich so zu organisieren, wie er wolle. Ein SVP-Vertreter warnte, dass die Fifa bei einer höheren Besteuerung aus Zürich wegziehen könnte.