Oberland-Autobahn
Zürcher Regierungsrat übt Kritik am fehlenden Termin für die Lückenschliessung

Dass der Bund noch keinen Termin festgelegt hat, wann die Autobahn-Lücke im Zürcher Oberland geschlossen werden soll, stösst beim Zürcher Regierungsrat auf Kritik. Er verlangt nun, dass diese in den nationalen Realisierungsschritt 2040 aufgenommen wird.

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Der Regierungsrat fordert, dass die Schliessung der Autobahn-Lücke im Zürcher Oberland im gleichen Zeithorizont realisiert wird, wie die Glattalautobahn. (Archiv)

Der Regierungsrat fordert, dass die Schliessung der Autobahn-Lücke im Zürcher Oberland im gleichen Zeithorizont realisiert wird, wie die Glattalautobahn. (Archiv)

Keystone

Für den fehlenden Autobahnabschnitt zwischen Uster und Hinwil erarbeitet der Kanton Zürich derzeit in Absprache mit dem Bundesamt für Strassen (Astra) Vorarbeiten für ein generelles Projekt. Dafür genehmigte die Zürcher Regierung einen Kredit über 2,7 Millionen Franken.

Ziel dieser Arbeiten sei, dass der Bund, der die kantonalen Autobahnabschnitte auf das Jahr 2020 übernehmen wird, die Planung möglichst einfach übernehmen könne, heisst es in einer Mitteilung des Zürcher Regierungsrates vom Donnerstag. Der Kanton habe damit im Einverständnis mit dem Bund beschlossen, die planerischen Vorleistungen für die Lückenschliessung im Zürcher Oberland zu erbringen.

Keine verbindliche Aussage

Dass nun aber in der Vorlage des Bundes, in der die Finanzierung und die Ausbauschritte auf dem nationalen Netz definiert werden, gerade über die Oberlandautobahn keine verbindliche Aussage enthalten sei, passt der Zürcher Regierung nicht.

Sie verlangt daher, dass "das Vorhaben in einem ähnlichen Zeithorizont wie die Glattalautobahn zu realisieren" sei. Es soll im Realisierungsschritt 2040 aufgenommen werden, oder zumindest "unter den Projekten der weiteren Realisierungshorizonte" aufgeführt werden.

Zügige Planung gefordert

Mit dem Vorgehen bezüglich dem weiteren Ausbau des Nationalstrassennetzes zeigt sich die Zürcher Regierung einverstanden. Das für den Kanton wichtigste Projekt, der Ausbau der A1-Nordumfahrung, befindet sich derzeit in Ausführung.

Die weiteren, noch nicht vom Bund bewilligten Ausbauprojekte wie die Umfahrung Winterthur, die Westumfahrung Zürich und der Abschnitt Zürich Nord-Flughafen sind dem Realisierungshorizont 2030 zugewiesen, die Glattalautobahn und der Ausbau zwischen Wallisellen und Brüttisellen dem Horizont 2040.

"Die Zuordnung dieser Projekte ist zutreffend", hält der Regierungsrat zuhanden des Bundes fest. Eine zügige Planung, Genehmigung und Ausführung dieser Projekte sei aber notwendig, betont er zudem in seiner Vernehmlassungsantwort.