AKW
Zürcher Regierungsrat Kägi: «Bestehende AKW sollen am Netz bleiben»

Regierungsrat Markus Kägi (SVP) hat sich am Montag im Zürcher Kantonsrat zur Atomkatastrophe in Japan geäussert. Dabei befürwortete er die Sistierung der Rahmenbewilligung für ein Schweizer Ersatz-AKW, warnte aber auch vor überstürztem Handeln.

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Markus Kägi

Markus Kägi

Keystone

Er unterstütze den Entscheid von Bundesrätin Doris Leuthard, das Rahmenbewilligungsgesuch für ein Ersatz-AKW zu sistieren, sagte Kägi. Angesichts der Ereignisse in Japan sei es wichtig, dass man sich genügend Zeit nehme, um die Sicherheit der Schweizer Atomkraftwerke zu prüfen.

Von einer «überhasteten Abkehr von der Kernenergie» will Kägi nichts wissen. Die bestehenden AKW sollten am Netz bleiben. «Es braucht jetzt eine sachliche Diskussion, keine vorschnellen Handlungen», sagte der Baudirektor, der selber im Verwaltungsrat des Energiekonzerns Axpo sitzt.

Jene Kräfte, die den sofortigen Atomausstieg forderten, hätten selber auch keine brauchbaren Lösungen parat, sagte Kägi weiter.

SP: «Was muss eigentlich noch alles passieren?»

Kägis Äusserungen brachten die linke und grüne Ratsseite in Rage. «Was muss denn eigentlich noch alles passieren, damit Sie endlich umdenken», fragte Marcel Burlet (SP, Regensdorf).

Der Grüne Kantonsrat Robert Brunner (Steinmaur) riet der bürgerlichen Ratsseite, ein Butterbrot zu essen. «Mehr braucht es nicht, um die Energieversorgung im Gehirn sicherzustellen und das Denken in Gang zu setzen.» Die AKW-Strategie des Regierungsrates sei nach den Ereignissen in Japan nur noch Makulatur.