Bergsturz
Zürcher Regierungsrat hilft Bondo mit 400'000 Franken

Der Zürcher Regierungsrat hat 400'000 Franken aus dem Lotteriefonds für die Bevölkerung von Bondo GR freigegeben. Das Geld soll für die Soforthilfe zu Gunsten der evakuierten Bevölkerung sowie für Aufräum- und Wiederinstandstellungsarbeiten verwendet werden.

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Der Bergsturz von Bondo
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Am Piz Cengalo im Grenzgebiet zu Italien löste sich in der Nacht auf Freitag kein weiteres Gestein
Eine Schneise der Verwüstung zieht sich durchs Tal: Doch wie man sieht, ist das Dorf Bondo noch glimpflich davongekommen.
Der gewaltige Murgang streifte Bondo und überspülte die Hauptstrasse des Bergells.
Vier Millionen Kubikmeter Material waren am Mittwoch abgebrochen und in das Seitental Val Bondasca gestürzt, von wo aus ein Teil des Abbruchs bis ins Haupttal Bergell vor das Dorf Bondo geschoben wurde.
Eine weitere Million Kubikmeter soll am Berg in Bewegung sein, weshalb mit weiteren Bergstürzen gerechnet wird.
Wie die Polizei mitteilte, stammen die Vermissten aus dem Bundesland Baden-Württemberg in Deutschland, aus der österreichischen Steiermark und aus dem Kanton Solothurn.
Die Einwohner des Bergeller 200-Seelen-Dorf Bondo mussten nach dem Bergsturz und einem folgenden Murgang evakuiert werden.
Im Murgebiet, wo ein Alarmsystem installiert ist, arbeiten insgesamt 120 Einsatzkräfte.
Am Freitag, zwei Tage nach dem Felssturz, durfen einige der 100 evakuierten Bewohner zurück ins Dorf. Welche, das ging von der Gefahrenzone ab.
Andere durften am Freitag in Begleitung des Zivilschutzes oder der Feuerwehr vorübergehend in ihre Wohnungen gehen.
Am Donnerstag machte sich Bundespräsident Doris Leuthard persönlich ein Bild von der Lage in Bondo.
Der Bergsturz von Bondo ist einer der gewaltigsten in der Schweiz seit deutlich über 100 Jahren.
Mit einer Ausnahme handelt es sich sogar um den grössten Materialabgang seit dem Grossereignis in Elm im Kanton Glarus im Jahr 1881.
Der Bergsturz im Bergell hat viele Gebäude zerstört, wie Luftaufnahmen zeigen. Felssturz und Murgang zerstörten auch Felder und Weidegebiet, Strassen und Wege.
Wie hoch die Schäden wirklich sind, wird erst klar, wenn Schadenexperten das Gebiet betreten dürfen.
Bergsturz in Bondo: So sieht es im Ort aus Der Bergsturz bei Bondo im bündnerischen Bergell hat möglicherweise doch Opfer gefordert. Sechs Personen sind als vermisst gemeldet. Die Suche nach den Vermissten ist noch am Laufen. Dabei kommen auch Helikopter der Armee zum Einsatz. Der 200-Seelen-Ort bleibt evakuiert.

Der Bergsturz von Bondo

Miguel Medina

Der Regierungsrat habe mit grosser Betroffenheit Anteil genommen vom Ausmass der Naturkatastrophe im Bündner Südtal, teilte er am Mittwoch mit. Er habe das Geld als "Zeichen der Solidarität" für die vom Bergsturz vom 23. August und von mehreren Murgängen schwer geprüfte Bevölkerung gesprochen.