Öffentlicher Verkehr
Zürcher Regierungsrat glaubt an planmässige VBZ-Trambeschaffung

Die Beschaffung der neuen Trams für die Zürcher Verkehrsbetriebe (VBZ) ist wegen eines Rekurses blockiert. Der Zürcher Regierungsrat glaubt, dass der Zeitplan trotz dieser Verzögerung eingehalten werden kann.

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Trotz der Verzögerung sollen die neuen Trams im Rahmen des aktuell geplanten Zeitrahmens eintreffen – und dabei keine zusätzlichen Kosten verursachen. (Archivbild)

Trotz der Verzögerung sollen die neuen Trams im Rahmen des aktuell geplanten Zeitrahmens eintreffen – und dabei keine zusätzlichen Kosten verursachen. (Archivbild)

Keystone

Der Zürcher Verkehrsverbund (ZVV), der die neuen Trams finanzieren muss, erteilte den VBZ im vergangenen Jahr keine Kostengutsprache für die neuen Fahrzeuge. Der Verkehrsrat, das politische Führungsgremium des ZVV, verlangte eine Zweitmeinung von Fachexperten. Diese sollten Einsicht in sämtliche Offertenunterlagen erhalten.

Mehrere Anbieter hatten aber keine Zustimmung zur Einsicht der Unterlagen gegeben. Die Zweitmeinung konnte deshalb nicht eingeholt werden. Die VBZ reichten daraufhin beim Regierungsrat Rekurs ein. Sie sind der Auffassung, "ein rechtlich einwandfreies Submissionsverfahren nach den staatsvertraglichen und kantonalen Vorgaben" durchgeführt zu haben.

Der Regierungsrat schreibt nun in einer Antwort auf eine Anfrage, dass trotz des hängigen Rekurses das Ziel bleibe, die 70 neuen Trams bis Ende 2023 abzuliefern. Bisher war vorgesehen, ab 2016 weniger als 12 Fahrzeuge pro Jahr neu einzusetzen.

Würde jährlich eine grössere Anzahl neuer Trams abgeliefert, könne das bisherige Ziel trotzdem eingehalten werden, heisst es in der am Donnerstag veröffentlichten Antwort. "Dies dürfte auch im Sinne des Lieferanten sein." Eine Verzögerung würde gemäss Regierungsrat aus heutiger Sicht den Trambetrieb in der Stadt Zürich weder verteuern noch gefährden.

Offen bleibt, ob der neue Zeitplan zu Mehrkosten bei der Trambeschaffung führen wird. Dazu könne derzeit noch keine Aussage gemacht werden, schreibt der Regierungsrat. Abhängig ist dies von allfälligen neuen Angeboten, die Anbieter einreichen könnten, sollte sich die Stadt Zürich für einen Abbruch des Vergabeverfahrens und eine Neuausschreibung entscheiden.