Lehrplan 21
Zürcher Regierung will verhindern, dass "Lehrplan 21" zum Spielball der Politik wird

Fachleute sollen über den Lehrplan 21 abstimmen. Diese Haltung vertritt der Zürcher Regierungsrat und lehnt eine entsprechende Volksinitiative ab. Die Kantonsregierung will verhindern, dass der Lehrplan zum Spielball der Politik wird.

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Im Kanton Zürich soll eine Abstimmung über den Lehrplan 21 abgehalten werden (Themenbild).

Im Kanton Zürich soll eine Abstimmung über den Lehrplan 21 abgehalten werden (Themenbild).

Keystone

Inhalte des Lehrplans sollten von einem Fachgremium diskutiert werden und nicht Gegenstand politischer Diskussion sein, findet der Zürcher Regierungsrat. Er beantragt deshalb dem Kantonsrat, die Volksinitiative "Lehrplan vors Volk" ohne Gegenvorschlag abzulehnen.

Die Initiative will, dass in Zukunft der Regierungsrat auf Antrag des Bildungsrats den Lehrplan beschliesst und vom Kantonsrat genehmigen lässt. Ausserdem sollen alle grundlegenden Inhalte des Unterrichts und die Ziele für jedes Fach und neu für jedes Schuljahr im Lehrplan im Kantonsrat festgelegt werden, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte.

Heute werden die Inhalte des Lehrplans im Bildungsrat diskutiert. Dieser sei ein fachlich und gesellschaftlich ausgewogen zusammengesetztes Gremium, heisst es in der Mitteilung. Die Mitglieder werden vom Kantonsrat gewählt.

Gemäss der aktuellen Planung wird der Lehrplan 21 erlassen, bevor über die Initiative abgestimmt wird. Würde diese angenommen, müsste der Kantonsrat den Lehrplan nachträglich genehmigen. Der Beschluss unterstünde dem fakultativen Referendum. Dies würde bedeuten, dass es eine längere Zeit Unsicherheit darüber gäbe, auf welchen Lehrplan sich der Unterricht stützt.