Nationalstrasse
Zürcher Regierung will Umfahrung Winterthur früher ausbauen

Der Zürcher Regierungsrat ist mit den vom Bund vorgeschlagenen Ausbaumassnahmen der Nationalstrassen im Kanton Zürich grundsätzlich einverstanden. Er fordert jedoch, den früheren Ausbau der Umfahrung Winterthur.

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Keystone

Im zweiten Programm zur Beseitigung von Engpässen im Nationalstrassennetz und über die Freigabe der Mittel schlägt der Bundesrat vor, im Kanton Zürich zusätzlich zu den bereits verbindlich beschlossenen Projekten, den Ausbau der A4 zwischen Andelfingen und Winterthur neu ins Modul 1 aufzunehmen, wie der Regierungsrat am Donnerstag mitteilte.

Die Umfahrung Winterthur ist weiterhin im Modul 2 vorgesehen, das neu auch die Beseitigung des Engpasses zwischen der Verzweigung Zürich Nord und dem Flughafen enthält. Neu ins Modul 3 aufgenommen wurde die Erweiterung der Westumfahrung Zürich zwischen dem Anschluss Urdorf-Süd und der Verzweigung Limmattaler Kreuz.

Früherer Ausbau oder Übergangsmassnahmen

Mit dem Verbleib der Umfahrung Winterthur in Modul 2 ist der Regierungsrat nicht einverstanden. Denn mit dem Ausbau der A4, werde der Verkehrsdruck auf die A1, Umfahrung Winterthur, zwangsläufig zunehmen. Deshalb müsse diese mindestens im gleichen Zeithorizont ausgebaut werden, schreibt die Regierung in einer Stellungnahme an den Bund.

Wenn dies aus zeitlichen Gründen nicht möglich sein sollte, fordert die Regierung kapazitätssteigernde Übergangsmassnahmen, wie beispielsweise Pannenstreifenumnutzung.

Ausserdem unterstützt die Regierung die Erhöhung des Vignettenpreises, die zweckgebunden der Finanzierung des Nationalstrassenausbaus zugute kommt, sowie die Schaffung eines Fonds. Es sei von zentraler Bedeutung, dass für die Beseitigung der gravierenden Engpässe die notwendigen Mittel zur Verfügung stehen, schreibt der Regierungsrat.