Sexualkunde
Zürcher Regierung will den Sexuelkunde-Unterricht im Kindergarten nicht verbieten

Zürcher Kindergärtler werden trotzdem auch künftig keine Sexualerziehung bekommen: Ein generelles Sexualkunde-Verbot, wie es EDU und SVP in einer Motion forderten, hält der Regierungsrat für überflüssig, da gar nichts Derartiges geplant sei.

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Sexualkunde für Zürcher Volksschüler und Kindergärtler ist nicht geplant (Symbolbild)

Sexualkunde für Zürcher Volksschüler und Kindergärtler ist nicht geplant (Symbolbild)

Keystone

Auslöser für den Vorstoss war der Kanton Basel-Stadt, der auf kommendes Schuljahr Sexualkunde für Kindergärtler einführen wollte. In diesen Lektionen hätten die Kleinen mit Hilfe von Plüsch- Geschlechtsteilen aufgeklärt worden sollen. Die Proteste waren zahlreich und liessen Basel schliesslich auf das Projekt verzichten.

Ähnliches in Zürich wollte man in Zürich verhindern

Mit ihrer Motion wollten die Zürcher Kantonsräte nun Ähnliches im Kanton Zürich verhindern. Sie forderten ein im Volksschulgesetz verankertes Sexualkunde-Verbot für die Kindergarten- und Unterstufe. Doch davon will der Regierungsrat nichts wissen, denn für ein solches Verbot gebe es keinen Grund, wie der Rat mitteilt. Sexualkundeunterricht auf diesen Stufen sei ohnehin nicht geplant - ein Verbot damit überflüssig.

Bereits zu einem früheren Zeitpunkt hielt der Regierungsrat fest, dass Sexualkunde auf die Mittel- und Oberstufe gehöre. In erster Linie seien aber immer noch die Eltern für die Aufklärung und Sexualerziehung ihrer Kinder zuständig. (dme)