Löhne
Zürcher Regierung gegen höhere Löhne für Kindergärtner

Kindergärtnerinnen und Kindergärtner dürfen vorerst nicht mit höheren Löhnen rechnen. Der Zürcher Regierungsrat lehnt eine Anpassung der Löhne ab. Diese seien nicht geschlechterdiskriminierend. Der Beschluss kann angefochten werden.

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Kindergärtnerinnen dürfen im Kanton Zürich keine höhere Löhne erwarten (Symbolbild)

Kindergärtnerinnen dürfen im Kanton Zürich keine höhere Löhne erwarten (Symbolbild)

Chris Iseli

Kindergärtnerinnen und Kindergärtner dürfen vorerst nicht mit höheren Löhnen rechnen. Der Zürcher Regierungsrat lehnt eine Anpassung der Löhne ab. Diese seien nicht geschlechterdiskriminierend. Der Beschluss wird nun vor dem Verwaltungsgericht angefochten.

Der Verband Kindergarten Zürich (VKZ), die Gewerkschaft VPOD und der Zürcher Lehrerinnen- und Lehrerverband (ZLV) sowie diverse Einzelkläger machen gegenüber dem Kanton eine Lohndiskriminierung geltend, weil Kindergartenlehrpersonen lediglich auf der Grundlage von 87 Prozent der zugewiesenen Lohnklasse entlöhnt seien.

Bei einer Schlichtungsverhandlung wurde keine Einigung erzielt. Der Regierungsrat hat die Begehren nun abgewiesen, wie der Regierungsrat in einer Mitteilung vom Dienstag schreibt. Die derzeitige Entlöhnung sei auf ein Bundesgerichtsurteil aus dem Jahr 2000 zurückzuführen. An den damaligen Grundlagen habe sich nichts Wesentliches verändert.

Die drei Lehrpersonenverbände sind froh, dass nun ein Entscheid auf dem Tisch liegt, wie Brigitte Fleuti, Präsidentin VKZ, auf Anfrage sagte. Die Schlichtungsverhandlung hat bereits im März stattgefunden. VKZ, VPOD, ZLV und drei Einzelkläger fechten den Entscheid nun vor dem Verwaltungsgericht an.

Die Lehrpersonenorganisationen hatten Anfang des Monats eine "Petition Kindergarten" mit 2700 Unterschriften eingereicht. Darin stellen sie zwei Forderungen: zum einen sollen auch in Zukunft ausschliesslich Lehrpersonen mit Lehrdiplom für die Kindergartenstufe eingestellt werden.

Zum anderen sollen Lehrpersonen Kindergarten für ein Vollpensum 100 Prozent Lohn ihrer Besoldungsstufe erhalten. Eine Antwort auf die Petition habe der Regierungsrat für das nächste halbe Jahr in Aussicht gestellt, sagte Fleuti.