Lagergebäude
Zürcher Opernhaus erhält finanzielle Unterstützung für Asbestsanierung

Das Zürcher Opernhaus soll bei der Asbestsanierung seines Lagergebäudes in Zürich-Oerlikon finanziell unterstützt werden. Der Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat eine Subvention von höchstens 16 Millionen Franken. Die Gesamtkosten für die Sanierung und die Erhöhung der Lagerkapazität betragen 28,5 Millionen Franken.

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Anders als vergleichbare Opernhäuser verfügt das Zürcher Opernhaus über keine Lagermöglichkeiten im Hauptgebäude.

Anders als vergleichbare Opernhäuser verfügt das Zürcher Opernhaus über keine Lagermöglichkeiten im Hauptgebäude.

Keystone

Anders als viele vergleichbare Opernhäuser verfügt das Zürcher Opernhaus über keine Lagermöglichkeiten im Hauptgebäude. Dazu dient das 1964 erstellte Lagergebäude Kügeliloo in Zürich-Oerlikon. Dessen Dachkonstruktion ist jedoch mit Spritzasbest kontaminiert und im Gebäude sind weitere Schadstoffe vorhanden. Es muss daher dringend saniert werden.

Dabei will der Regierungsrat der Opernhaus Zürich AG finanziell unter die Arme greifen, wie er am Donnerstag mitteilte. Ein Schadensfall am Dach könnte die sofortige Schliessung des Lagergebäudes nach sich ziehen, was für den Spielbetrieb verheerende Folgen hätte, schreibt er.

Neben der Asbestsanierung ist ausserdem ein Ausbau der Lagerkapazität geplant. Die Erhöhung der Halle erspare die Erstellung eines provisorischen Notdachs für die Sanierung und schaffe den nötigen Raum, um die bestehende Regalanlage um eine Ebene zu ergänzen. Damit könne die Lagerkapazität verdoppelt werden.

Das Opernhausgesetz sieht vor, dass der Kanton Bauvorhaben mit Subventionen unterstützen kann. Der Regierungsrat betont in seinem Beschluss, dass das Opernhaus seit dem Jahr 2000 sämtliche baulichen Investitionen von rund 29,6 Millionen Franken ohne Unterstützung des Kantons verwirklicht habe. Und auch im vorliegenden Fall leiste das Opernhaus einen beachtlichen Anteil an der Finanzierung selber.

Die Subvention geht zulasten der Investitionsrechnung der Fachstelle Kultur. Die Auszahlung erfolgt in Teilzahlungen verteilt auf vier Jahre von 2017 bis 2020. Sollte die Schlussabrechnung tiefere Kosten als die vorgesehenen 28,5 Millionen Franken ausweisen, würde die Subvention anteilsmässig gekürzt.