Cabaret Voltaire
Zürcher müssen über "skandalöses Tauschgeschäft" abstimmen

Das Referendum der Stadtzürcher AL gegen den Immobilien-Tausch im Zusammenhang mit dem Cabaret Voltaire ist zustande gekommen. Von den 3086 eingereichten Unterschriften sind 2915 gültig. 2000 sind für das Zustandekommen nötig. Damit kommt es zur Volksabstimmung.

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Die AL wehrt sich gegen weitere Luxusimmobilien. Mit 2915 gültigen Stimmen hat sie erfolgreich das Referendum gegen das Vorhaben des Stadtrates erhoben.

Die AL wehrt sich gegen weitere Luxusimmobilien. Mit 2915 gültigen Stimmen hat sie erfolgreich das Referendum gegen das Vorhaben des Stadtrates erhoben.

Foto: Martin Stollenwerk Zürich

Wie die Stadt Zürich am Mittwoch mitteilte, findet die Abstimmung voraussichtlich am 24. September statt. Die AL wehrt sich mit dem Referendum gegen das "skandalöse Tauschgeschäft", das der Stadtrat eingehen will.

Er will das Gebäude des Cabaret Voltaire im Niederdorf sowie ein Wohnhaus im Quartier Enge von der Anlagestiftung Swiss Life übernehmen. Im Tausch dafür soll die Stadt der Swiss Life ein Wohn- und Geschäftsgebäude an der Rämistrasse 39 sowie das Areal mit dem Parkhaus Hallenstrasse in Riesbach überlassen. Auf diesem Grundstück soll eine neue Überbauung entstehen.

AL gegen "weitere Luxusimmobilie"

Die AL befürchtet , dass dort "eine weitere Luxusimmobilie" entsteht. So würde die spekulative Fehlentwicklung im Seefeld fortgesetzt. Ihrer Meinung nach sollen stattdessen Wohnungen mit fairen Mieten entstehen.

Beim Cabaret Voltaire selber sieht die AL wiederum einen "Rosstäuschertrick". Dass die Miete für den Kulturbetrieb dank dem Kauf um 100'000 Franken sinkt, kommt ihrer Meinung nach einzig dadurch zustande, dass die Stadt auf dem "exorbitanten Kaufpreis" einen Abschreiber von 2 Millionen Franken vornehme.

Mit diesem Geld könne die Stadt geradeso gut während 20 Jahren die bisherige Miete zahlen. Gegen die städtischen Beiträge an die Betriebskosten richtet sich das Referendum jedoch nicht.