Unwetter
Zürcher Mädchenpfadi «Agua» flüchtet vor Berner Gewitter

Ausgerechnet "Agua" (Wasser) heisst die Mädchenpfadi-Abteilung aus der Stadt Zürich, die in Lüscherz BE vor dem heftigen Gewitter hat flüchten müssen. Zelte habe es verhauen, die Kleinsten (10-Jährige) weinten vor Angst.

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Heftige Gewitter gingen am Wochenende über Teile der Schweiz nieder.

Heftige Gewitter gingen am Wochenende über Teile der Schweiz nieder.

Keystone

. Das Lager wurde am Montag vorzeitig abgebrochen, wie Teilnehmerin "Skittle" der Nachrichtenagentur sda schilderte. Verletzt wurde niemand.

Die rund 35 Pfadis - die Jüngsten waren grade mal zehn Jahre alt - hatten eine sommerliche Lagerwoche am Bielersee hinter sich, als das Gewitter alles durcheinander wirbelte. Wie vorausgesagt, regnete es am Sonntag. Gegen Abend habe es "so richtig angefangen", erzählt "Skittle", so der Pfadiname der 15-Jährigen.

Alle seien ins Aufenthaltszelt am höchsten Punkt des Lagergeländes geschickt worden, in dessen Mitte ein hoher Pfahl aufragte. Angesichts des Risikos eines Einsturzes habe man dann aber auf ein Feld neben dem Lagerplatz gewechselt - und tatsächlich brach das Aufenthaltszelt kurz darauf zusammen.

Der Sturm "verrupfte die Zelte", einige der Kleineren weinten vor Angst. Schliesslich sei die ganze Abteilung ins nahe Lüscherz gewandert, wo sie im Gemeindehaus unterkam.

Die Leiter fuhren mehrmals mit Autos hin und her. Sie holten die nötigsten Dinge, etwa Medikamente, aber auch mehr oder weniger trocken gebliebene Schlafsäcke, Schlafmatten und Kleider.

Das Lager hätte laut "Skittle" noch bis Dienstag dauern sollen, wurde aber vorzeitig am Montagmorgen abgebrochen. Am Dienstag (22. Juli) werde man sich nochmals treffen, um die restlichen Habseligkeiten in Empfang zu nehmen. "Skittle" zieht eine klare Bilanz: "Wir hatten ein Schweineglück".