Kirche
Zürcher Landeskirche will mit Milieu-Studie ihr Angebot verbessern

Die evangelisch-reformierte Landeskirche des Kantons Zürich will ihre Angebote optimieren. Sie hat eine Milieu-Studie erstellen lassen, um zu erfahren, welche Vorstellungen ihre Mitglieder von Religion und Kirchesie haben.

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Gläubige im Gottesdienst der evangelisch-reformierten Kirche in Thalwi (Symbolbild/Archiv)

Gläubige im Gottesdienst der evangelisch-reformierten Kirche in Thalwi (Symbolbild/Archiv)

Keystone

Die Erkenntnisse aus dieser Studie sollen nun in die Gestaltung von zielgruppenspezifischen Angeboten einfliessen, wie die reformierte Zürcher Landeskirche am Mittwoch mitteilte. Bis zum nächsten Sommer sollen die Gemeinden ein Handbuch erhalten mit konkreten Handlungsmöglichkeiten.

Die Studie des sozialwissenschaftlichen Instituts Sinus in Heidelberg (D) stützt sich auf ein Modell mit zehn Milieu-Typen. Dies sind beispielsweise «Traditionell Bürgerliche», «Konsumorientierte Arbeiter» oder «Moderne Performer». Sie vermittelt detaillierte Eindrücke in die verschiedenen Lebenswelten.

Nur in zwei bis drei Milieus fester Bedtandteil

Haupterkenntnis der Studie ist, dass die reformierte Kirche nur in zwei bis drei Milieus fester Bestandteil des Lebens ist. Die «Bürgerliche Mitte» gehört nicht dazu. Die «Milieustudie zh.ref.ch» haben der Zürcher Kirchenrat und der Verband Zürcher Stadtgemeinden in Auftrag gegeben.

Sie soll nun bei kirchlichen Berufsleuten und Behördenmitgliedern Verständnis und Sensibilität schaffen für die Unterschiedlichkeit der Lebensstile. Die Erkenntnisse sollen bei der Ausbildung von Berufsleuten, bei der Profilierung der Gemeinden und bei der zielgruppenspezifischen Kommunikation einfliessen.