Kirchensynode
Zürcher Landeskirche rüstet sich für Reformationsfest

Die Zürcher Landeskirche rüstet sich für die Feierlichkeiten zum 500-Jahr-Jubiläum der Reformation. Für die zahlreichen Projekte hat die reformierte Kirchensynode am Dienstag einen Fonds bewilligt.

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Blick auf das Grossmünster in Zürich (Archiv)

Blick auf das Grossmünster in Zürich (Archiv)

Keystone

Grosse Jubiläumsanlässe sollen im Kanton Zürich ab 2017 begangen werden. Kerndatum ist der Amtsantritt Zwinglis am Grossmünster am 1. Januar 1519. Vorbereitungen sind bereits im Gange, wie es in einer Mitteilung heisst.

Die reformierte Landeskirche möchte das grosse Jubiläum vor allem für einen umfassenden Reflexionsprozess nutzen. Kirchenratspräsident Michel Müller sagte vor der Synode, dass das Jubiläum kritische Anfragen an die Kirche mit sich bringen werde, dass aber auch an die enorme Wirkung der Reformation in aller Welt erinnert werden solle.

Zur öffentlichen Ausstrahlung des Reformationsjubiläums sollen auch Gesichter beitragen. Die Synode folgte dem kirchenrätlichen Vorschlag, Botschafterinnen und Botschafter für das Jubiläum zu ernennen. Erster Zürcher Botschafter ist Grossmünster-Pfarrer Christoph Sigrist.

Ein erster grosser Schritt Richtung Jubiläum war im vergangenen März die Gründung der "Projektplattform 500 Jahre Zürcher Reformation" zusammen mit Stadt, Kanton und Zürich-Tourismus. Die Plattform koordiniert übergreifende Projekte und soll dafür sorgen, dass das Jubiläum nicht ein innerkirchliches Ereignis bleibt, sondern in die Bevölkerung ausstrahlt und diese teilhaben lässt.

Ja zu Kredit für Flughafenpfarramt

Ausser dem Geld für das Jubiläum sprach die Synode auch einen weiteren Kredit. Denn die umfassende Sanierung des Terminals 2 im Flughafen Zürich betrifft auch das seit 1998 bestehende ökumenische Flughafenpfarramt, das vorübergehend in ein Provisorium ausweichen musste. Auf den 1. April 2016 können die neuen Räumlichkeiten in der vollständig erneuerten Check-in-Halle 2 bezogen werden.

Wie bisher wird der Flughafen den Kirchen die Räumlichkeiten gratis zur Verfügung stellen. Die Kirchen bezahlen einzig die einmaligen Investitionskosten in Höhe von 340‘000 Franken für die innere Ausgestaltung.

Der Anteil der reformierten Landeskirche beläuft sich auf 170‘000 Franken. Die Hälfte davon, 85‘000 Franken, wird 2015 fällig. Der Betrag wurde von der Kirchensynode ohne Gegenstimme bewilligt.