E-Government
Zürcher können Steuererklärung elektronisch einreichen

Im Kanton Zürich können Steuererklärungen künftig elektronisch eingereicht werden. Der Kantonsrat hat die dazu nötigen Änderungen des Steuergesetzes beraten. Die Vorlage war unbestritten. Die Schlussabstimmung findet in etwa vier Wochen statt.

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Steuererklärung: Im Kanton Zürich kann sie künftig elektronisch eingereicht werden (Symbolbild, Archivbild)

Steuererklärung: Im Kanton Zürich kann sie künftig elektronisch eingereicht werden (Symbolbild, Archivbild)

Aargauer Zeitung

Gemäss den Plänen des Regierungsrates soll es ab 2013 in den ersten Gemeinden möglich sein, die Steuererklärung elektronisch ans Steueramt zu übermitteln. Dies sei «ein gutes Beispiel für Bürokratieabbau», hiess es von Seiten der FDP. Es bedeute eine Vereinfachung für die Steuerpflichtigen und ermögliche dem Kanton Einsparungen.

In der Gesetzesänderung geht es auch um weitere Änderungen im Bereich E-Government. Geregelt wird etwa die elektronische Erfassung, Aufbewahrung und Vernichtung von Steuerakten.

Es wird überdies eine gesetzliche Grundlage geschaffen für ein elektronisches Verzeichnis der steuerbefreiten Institutionen. Dadurch können Steuerpflichtige rasch abklären, ob ihre Spenden abzugsfähig sind oder nicht.

Vereinfachung der Nachbesteuerung

Eine weitere Gesetzesanpassung regelt die Vereinfachung der Nachbesteuerung von Erbfällen und die straflose Selbstanzeige. Damit werden die seit Anfang 2010 geltenden Vorgaben des Bundes auf kantonaler Ebene umgesetzt.

Die Möglichkeit zur straflosen Selbstanzeige ist gemäss Finanzdirektorin Ursula Gut (FDP) im letzten Jahr rege genutzt worden. Statt wie bisher 3 Millionen seien im Jahr 2010 75 Millionen Franken eingegangen, je 30 Millionen für Kanton und Gemeinden sowie 15 Millionen für den Bund.