Reformierte Kirchensynode
Zürcher Kirchgemeinden erhalten keine "Grüner Güggel"-Starthilfe

Die reformierte Landeskirche des Kantons Zürich hat kein Geld, um die Kirchgemeinden bei der Einführung von Umweltmanagement-Systemen wie den "Grünen Güggel" zu unterstützen. Eine Starthilfe gibt es vorderhand nicht.

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Grüner Güggel

Grüner Güggel

www.zh.ref.ch

Das Thema wird aber voraussichtlich im Kirchenparlament nochmals auf den Tisch kommen.

Die Kirchgemeinden sollen das Projekt "Grüner Güggel" zur Verbesserung der Umweltbilanz aber selber an die Hand nehmen, empfiehlt der Kirchenrat. Für ihn stehen Nutzen und Wert grundsätzlich ausser Frage.

"Mit Rücksicht auf Ressourcen"

Er sieht sich laut Mitteilung der Landeskirche "mit Rücksicht auf die Ressourcen in den Gemeinden und auch aus seinen eigenen Priorisierungen" aber nicht im Stande, das Programm flächendeckend einzuführen. Die Kirchensynode folgte an der Sitzung vom Dienstag der Argumentation des Kirchenrates.

In Deutschland verwenden bereits über 500 Kirchgemeinden und Institutionen das Programm, das dort "Grüner Gockel" heisst. Im Kanton Zürich sind es bisher Meilen und Bülach. Weitere Gemeinden haben einzelne Massnahmen zur Verbesserung ihrer Umweltbilanz ergriffen.

Die Initianten des Postulats "Grüner Güggel" und die Mitglieder der vorberatenden Kommission bemängelten am Dienstag, der Kirchenrat lasse dem unbestrittenen Anliegen kaum unterstützende Massnahmen folgen. Wünschbar sei beispielsweise die Finanzierung einer Erstberatung für Kirchgemeinden, die die Umsetzung eines Umweltmanagement-Systems in Betracht ziehen.

Ein Synodaler erwägt, das Geschäft in Form einer Motion erneut ins Kirchenparlament zu bringen, wie er ankündigte. Damit soll der Kirchenrat - anders als beim jetzt abgeschriebenen Postulat - zu konkreteren Schritten bei der Starthilfe des "Grünen Güggel" verpflichtet werden.

Rechnung 2013 überraschend positiv

Diskussionslos und einstimmig ist die Rechnung 2013 der Zentralkasse gutgeheissen worden. Sie fiel überraschend positiv aus mit einem Ertragsüberschuss von 5,2 Millionen Franken. Budgetiert gewesen war ein Überschuss von 0,6 Millionen.

Rund 2,5 Millionen Franken gespart wurden, weil der Sanierungsbeitrag für die BVK kleiner ausfiel als erwartet. Erstmals erzielte zudem das Bildungshaus Kloster Kappel einen Unternehmensgewinn (122'301 Franken) und der Sachaufwand der Landeskirche lag um eine Million Franken unter dem Budget.