Kantonsrat
Zürcher Kantonsrat lehnt Mitsprache beim Lehrplan 21 ab

Der Kantonsrat lehnte eine Parlamentarische Initiative mit 105 zu 63 Stimmen ab, die mehr Mitsprache beim Lehrplan forderte. Die Kompetenz des Bildungsrates soll nicht untergraben werden.

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Im Kantonsrat : Bei der Umsetzung des Lehrplan 21 will er nicht mitreden (Symbolbild).

Im Kantonsrat : Bei der Umsetzung des Lehrplan 21 will er nicht mitreden (Symbolbild).

zvg

Der Lehrplan müsse in der Bevölkerung breit abgestützt sein, begründeten die Initianten von SVP, EVP und EDU ihr Anliegen. Beschliesse der Bildungsrat über den Lehrplan, sei diese Abstützung nicht in genügendem Masse gewährleistet. Bereits hätten mehrere Kantone dies erkannt und liessen das Parlament über den Lehrplan beschliessen.

«Ich will Mitsprache und Demokratie», sagte Anita Borer (SVP, Uster). Die Erziehungsdirektoren hätten beim Lehrplan 21 die Bodenhaftung verloren. Dem kantonalen Lehrplan solle nicht das gleiche Debakel drohen. «Lassen wir den Lehrplan demokratisch legitimieren.» Sie traue dem Kantonsrat - und auch dem Volk - diese Debatte zu.

Gerade vor dieser Debatte warnte Ralf Margreiter (Grüne Zürich): «Eine Diskussion zum Lehrplan in diesem Rat wäre die Richtplan-Debatte im Quadrat.» Mit dem Bildungsgesetz sei klar geklärt, wer zu entscheiden habe. «Der Bildungsrat ist ein fachlich ausgewiesenes Gremium und zudem vom Kantonsrat gewählt», sagte der Präsident der Kommission für Bildung und Kultur.

Der Lehrplan müsse durch ein Fachgremium festgelegt werden und nicht durch die Politik, wurde von den Gegnern von Seiten der SP, FDP und CVP argumentiert. Der Kantonsrat habe heute schon genügend Einflussmöglichkeiten. Das Parlament sei nicht das richtige Gremium für pädagogische Entscheidungen.

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