Prostituierte im Koffer
Zürcher Justiz erhebt Mord-Anklage gegen Banker

Der Mann, der im September 2014 im Zürcher Luxushotel Dolder eine Prostituierte getötet und in einem Koffer versteckt hat, wird wegen Mordes angeklagt. Er ist geständig und wird sich vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten müssen.

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2014 tötete ein Banker im "Dolder" ein Callgirl (Archivbild).

2014 tötete ein Banker im "Dolder" ein Callgirl (Archivbild).

Keystone

Der mittlerweile 49-jährige Schweizer hatte die 25-jährige Polin in seinem Hotelzimmer erstickt. Die Leiche steckte er in einen grossen Koffer, schaffte sie unbemerkt aus dem Hotel und fuhr sie mit dem Auto zu sich nach Hause in den Bezirk Meilen.

Dort versteckte er die tote Frau in seinem Weinklimaschrank, wie die Oberstaatsanwaltschaft in einer Mitteilung vom Donnerstag schreibt. Am 24. September, zehn Tage nach der Tat, durchsuchte die Polizei die Wohnung und stiess im Keller auf die Leiche.

Der Schweizer, der sich zu diesem Zeitpunkt in der Wohnung aufhielt, wurde verhaftet und sitzt seither im Gefängnis. Wann der Prozess stattfindet, ist noch unklar.

Die Frau wurde als vermisst gemeldet, weil sie ihren Rückflug nach Polen nicht antrat. Der Meldeschein des Hotels führte die Ermittler schliesslich auf die richtige Spur. Auf dem Dokument war vermerkt, dass die Frau dort kurz vor ihrem Verschwinden übernachtet hatte, mit dem Beschuldigten. (sda/az)