Preisentwicklung
Zürcher Index der Konsumentenpreise sinkt wegen billigerem Erdöl

In Zürich sind die Preise für in Privathaushalten bedeutsame Waren und Dienstleistungen zurückgegangen. Innert Jahresfrist sankt der Zürcher Index der Konsumentenpreise um 0,5 Prozent.

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Tiefere Preise für Benzin und Diesel trugen hauptsächlich für den Rückgang des Zürcher Indexes der Konsumentenpreise bei (Themenbild).

Tiefere Preise für Benzin und Diesel trugen hauptsächlich für den Rückgang des Zürcher Indexes der Konsumentenpreise bei (Themenbild).

Keystone

In den letzten vier Jahren ist der Index von 100 auf 98,7 Punkte gesunken, wie Statistik Stadt Zürich am Freitag mitteilte. In der Hauptgruppe Verkehr sank der Index zwischen Dezember 2013 und Dezember 2014 um 1,3 Prozent.

Tiefere Preise für Benzin und Diesel trugen hauptsächlich dazu bei. Weniger bezahlen musste man auch für neue Autos. Gedämpft wurde der Rückgang durch die Preiserhöhungen im öffentlichen Verkehr auf den Fahrplanwechsel von Mitte Dezember 2014. Teurer wurden auch Service- und Reparaturarbeiten für Motorfahrzeuge.

Im Bereich "Freizeit und Kultur" sank das Preisniveau um 1,2 Prozent. Pauschalreisen, Fernsehgeräte, Computer und Heimtierartikel wurden günstiger. Mehr zahlen musste man für Zeitungen und Zeitschriften sowie für Freizeitkurse.

Verantwortlich für den Rückgang um 0,9 Prozent bei "Wohnen und Energie" waren die stark gesunkenen Heizölpreise. Im "Haushalt" (-0,5 Prozent) gingen die Preise für Haushaltsgeräte sowie Küchen- und Gartenmöbel nach unten und jene für Wasch- und Reinigungsmittel sowie für Dienstleistungen für die Wohnungsreinigung nach oben.

Vor allem durch tiefere Mobiltelefon-Preise sanken die Kosten für die Nachrichtenübermittlung (-0,3 Prozent). Bei der Gesundheitspflege (-0,1 Prozent) stehen tiefere Spitaltarife und Medikamentenpreise auf der einen und höhere Ausgaben für Arztbesuche sowie Physiotherapie und Spitex auf der anderen Seite.

Wein teurer, Bier billiger

Um 1,1 Prozent teurer wurden "alkoholische Getränke und Tabak". Zigaretten und ausländischer Rotwein wurden teurer, Bier sowie Likör und Apéro-Getränke billiger. Bei "Nahrungsmittel und alkoholfreien Getränken" (+0,2 Prozent) drückten Preise für Früchte, Käse und Wurstwaren den Index nach oben, jene für Gemüse, Schweinefleisch, Steinobst und Kartoffeln nach unten.

Auch bei "Restaurants und Hotels" gabs insgesamt ein Plus (0,5 Prozent). Mehr bezahlen musste man für Mahlzeiten in Restaurants und zum Mitnehmen, für Wein sowie für Kaffee und Tee. Günstiger wurden die Hotelübernachtungen.

Für "Bekleidung und Schuhe" ging der Index um 0,5 Prozent nach oben. Sportbekleidung, Kinderschuhe und Damenkleider wurden teurer, Herrenkleider günstiger. Im Bereich "Erziehung und Unterricht" stiegen die Kosten um 0,5 Prozent.