Klärschlammverwertung
Zürcher Gemeinden müssen Klärschlamm nach Zürich liefern

Auch die Gemeinden Dübendorf, Dietlikon und Wangen-Brüttisellen müssen ihren Klärschlamm ab 2015 nach Zürich liefern. Das Bundesgericht ist auf ihre Beschwerde nicht eingetreten.

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Verwertungsanlage Werdhölzli

Verwertungsanlage Werdhölzli

zvg

Sie hatten verlangt, sich um ihren eigenen Dreck noch bis 2026 selber kümmern zu dürfen.

Der Zürcher Regierungsrat hatte 2011 beschlossen, dass ab Juli 2015 der gesamte Klärschlamm des Kantons zwecks Biogasproduktion der Verwertungsanlage Werdhölzli in Zürich zugeführt wird. Die Abwasserreinigungsanlage Neugut und ihre Trägergemeinden Dübendorf, Dietlikon und Wangen-Brüttisellen fochten diesen Beschluss an.

Das Zürcher Verwaltungsgericht wies ihre Beschwerde vor einem Jahr ab, worauf sie ans Bundesgericht gelangten. Sie verlangten dabei, den Klärschlamm aus der ARA Neugut erst ab 2026 oder zumindest erst ab 2021 in die zentrale Anlage Werdhölzli liefern zu müssen.

Keine Beschwerdeberechtigung

Ansonsten entstehe ihnen aus den Amortisationskosten der sanierten Anlage Neugut und den höheren Transportkosten ein finanzieller Schaden von 2,22 Millionen Franken. Das Bundesgericht ist auf die Beschwerde nun gar nicht erst eingetreten. Laut den Richtern in Lausanne fehlt den Gemeinden die Beschwerdeberechtigung.

Falls ihnen denn tatsächlich ein finanzieller Schaden entstehe, sei dieser jedenfalls nicht derart hoch, dass bereits von einer Betroffenheit in wichtigen Sachanliegen gesprochen werden könne. Im übrigen werde nicht bestritten, dass die Klärschlammentsorgung an einem zentralen Standort grundsätzlich billiger sei.