Kanton Zürich
Zürcher Gefängnisse sollen dank Reorganisation effizienter geführt werden

Das Amt für Justizvollzug unterteilt ab 1. April die Gefängnisse Kanton Zürich (GKZ) in die zwei neuen Hauptabteilungen Untersuchungsgefängnisse Kanton Zürich (UGZ) und Vollzugseinrichtungen (VEZ). Damit soll die Steuerung vereinfacht werden.

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Das Kasernenareal in Zürich mit dem provisorischen Polizeigefängnis.

Das Kasernenareal in Zürich mit dem provisorischen Polizeigefängnis.

Keystone

Mit einer Neuorganisation will das Amt für Justizvollzug die Führung und Steuerung der Gefängnisse Kanton Zürich (GKZ) erleichtern. Auf den 1. April wird die GKZ deshalb in die zwei neuen Hauptabteilungen Untersuchungsgefängnisse Kanton Zürich (UGZ) und Vollzugseinrichtungen (VEZ) unterteilt.

Die GKZ mit ihren 895 Vollzugsplätzen und 315 Mitarbeitenden ist die grösste der drei Hauptabteilungen im Zürcher Justizvollzug. Weitere Hauptabteilungen sind die Justizvollzugsanstalt Pöschwies (JVA) und das Massnahmenzentrum Uitikon (MZU).

Durch die Übernahme des Vollzugszentrums Bachtel und der Halbgefangenschaft Winterthur sowie mit der Eröffnung des Gefängnisses Limmattal ist das GKZ laufend grösser geworden, wie der Regierungsrat am Freitag mitteilte. Dazu kommen bis voraussichtlich 2018/19 weitere 288 Plätze im neuen Polizei- und Justizzentrum (PJZ).

Dank der Neuorganisation sollen die Betriebe besser führ- und steuerbar werden. Der Regierungsrat hat deshalb die dafür nötige Änderung der Justizvollzugsverordnung beschlossen.

Der Schwerpunkt der neuen Hauptabteilung Untersuchungsgefängnisse wird auf der Untersuchungs- und Sicherheitshaft liegen. Zur Hauptabteilung Vollzugseinrichtungen gehören dagegen Gefängnisse, in denen hauptsächlich kürzere Freiheitsstrafen im Normalvollzug oder in Halbgefangenschaft sowie ausländerrechtliche Haft vollzogen werden.

Der bisherige GKZ-Direktor Viktor Gähwiler war per Ende 2013 von seinem Amt zurückgetreten. Ab April wird die UGZ wird von Markus Epple, die VEZ von Theo Eugster geleitet. Die anderen beiden Hauptabteilungen bleiben unverändert.