Krebsforschung
Zürcher Forscher testen neues Gerät zur Hautkrebs-Diagnose

Zürcher Forschende und Studierende haben ein neues Gerät entwickelt, das Hautkrebs ohne Berührung der Haut mit einer Infrarotkamera diagnostizieren kann. Das Gerät werde in Genf bereits klinisch erprobt.

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Lock-in-Thermographie

Lock-in-Thermographie

Zur Verfügung gestellt

Gesunde Haut und bösartige Veränderungen unterscheiden sich durch Temperaturschwankungen und ihren Stoffwechsel. Diese Unterschiede kann das neue Verfahren, das ein Team um Mathias Bonmarin vom Institute of Computational Physics der ZHAW entwickelt hat, innert weniger Minuten messen und bildhaft darstellen, teilte die Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) mit.

Eine ähnliche Methode wird in der Industrie bereits zum Aufspüren von feinsten Rissen in Materialien verwendet. Das Diagnosesystem werde nun am Unispital Genf (HUG) während zwei Jahren in klinischen Studien eingesetzt. Erste Testmessungen an Patienten seien vielversprechend verlaufen, schreibt die ZHAW. Die Genfer Kantonale Krebsliga unterstützt das Projekt finanziell.

Mit mehr als 15‘000 neuen Fällen pro Jahr ist Hautkrebs die am häufigsten auftretende Krebsart in der Schweiz. Eine Früherkennung erhöht Heilungschancen und Lebenserwartung erheblich. Bisher stellen die Ärzte die Diagnose subjektiv von Auge. Häufig würden deshalb potenzielle bösartige Veränderungen ohne eindeutige Diagnose grossflächig chirurgisch entfernt, schreibt die ZHAW.