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Zürcher EVP hält Verbot von Alkoholwerbung für unnötig

Im Januar 2014 wurde der Regierungsrat aktiv und verschärfte die Richtlinien für Alkoholwerbung im Sport. Die EVP Zürich sieht die Kernanliegen der Alkoholwerbungs-Vorlage damit bereits erfüllt und hat für die Initiative Stimmfreigabe beschlossen.

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Werbung für Alkohol am Fernsehen

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Keystone

Die EVP des Kantons Zürich hat am Samstag überraschend Stimmfreigabe für die Alkoholwerbungs-Vorlage beschlossen. Weil der Regierungsrat aktiv geworden sei und im Januar 2014 die Richtlinien für Alkoholwerbung im Sport verschärft habe, sei die Initiative nicht mehr nötig, teilte die EVP mit. Die Alkoholprävention bei Sport und Freizeit sei wichtig, die Kernanliegen der Initiative dadurch aber bereits erfüllt. Die Delegierten hätten deshalb Stimmfreigabe beschlossen.

Diesem Entscheid ging eine längere Diskussion voraus, in der die Vorlage zuerst noch abgelehnt wurde. Der Entscheid fiel dabei haarscharf: Erst der Stichentscheid des Präsidenten Johannes Zollinger machte aus dem 32:32-Stimmen-Ergebnis ein Nein. Weil die Meinungen so geteilt seien, habe man sich dann mit 40 zu 24 Stimmen entschieden, Stimmfreigabe zu beschliessen.

Weiter sagten die EVP-Delegierten einstimmig Nein zur Kirchensteuer-Vorlage der Jungfreisinnigen. Würden die Unternehmen von der Kirchensteuer befreit, müsse nur der Staat die vielen Aufgaben der Kirchen übernehmen, so die Meinung der EVP. (sda)