Strommarkt
Zürcher Elektrizitätswerke sollen 30 Millionen pro Jahr ausschütten

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) sollen künftig 30 Millionen Franken an den Kanton Zürich ausschütten. Die Finanzkommission beantragt dem Kantonsrat, eine Änderung der entsprechenden Verordnung zu genehmigen.

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Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) beteiligen sich stark an Windkraftanlagen im europäischen Ausland.

Die Elektrizitätswerke des Kantons Zürich (EKZ) beteiligen sich stark an Windkraftanlagen im europäischen Ausland.

Walter Christen

Das Geld soll in den kommenden drei Jahren fliessen. So lange dauert die Übergangsphase. Bisher haben die EKZ keine Gewinnausschüttung an den Eigentümer - den Kanton Zürich - vorgenommen, wie die Finanzkommission am Donnerstag mitteilte.

Nach der Übergangszeit wird der Verwaltungsrat der Elektrizitätswerke über die Höhe der Ausschüttung entscheiden, wie Beatrix Frey-Eigenmann, FDP-Kantonsrätin und Präsidentin der Finanzkommission auf Anfrage der sda erklärte.

1,7 Milliarden in der Kasse

Die Finanzkommission hält die Ausschüttung für vertretbar und gerechtfertigt. Die finanzielle Basis der EKZ ist mehr als solide: In den vergangenen Jahren erzielte die EKZ-Gruppe Unternehmensgewinne von 35 bis 67 Millionen Franken. Das Eigenkapital beträgt rund 1,7 Milliarden Franken.

Unter diesen Bedingungen besteht laut Finanzkommission keine Gefahr, dass die Ausschüttungen Auswirkungen auf den Strompreis oder die jährlichen Ausgleichsvergütungen an die versorgten Gemeinden haben. Die Kommission beantragt dem Kantonsrat, die Änderung der Verordnung anzunehmen.