Windenergie
Zürcher Elektrizitätswerk plant weiteren Windpark in Norwegen

Das Elektrizitätswerk der Stadt Zürich plant einen weiteren Windpark an der Südwestküste Norwegens. Bei Egersund, 80 Kilometer südlich von Stavanger, sollen 25 bis 45 Windturbinen mit einer Gesamtleistung von rund 110 Megawatt zum Einsatz kommen.

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In Norwegen plant das Elektrizitätswerk Zürich einen weiteren Windpark.

In Norwegen plant das Elektrizitätswerk Zürich einen weiteren Windpark.

Keystone

Der hohe Windertrag im ersten Betriebsjahr des Windparks Høg-Jæren, an dem das ewz mit 20 Prozent beteiligt ist, habe zum positiven Entscheid zum neuen Projekt in Egersund geführt, heisst es in der ewz-Mitteilung vom Montag.

Die neue Windenergieanlage, die frühestens 2015 in Betrieb genommen wird, soll pro Jahr rund 300 Gigawattstunden (GWh) Strom produzieren. Dies entspriche dem jährlichen Elektrizitätsverbrauch von etwa 110'000 Zürcher Haushalten, schreibt das ewz.

Entwickelt wird der Windpark Egersund von der Projektgesellschaft Norsk Vind Egersund AS, an der sich das ewz im nächsten Jahr beteiligen möchte. Der definitive Entscheid für eine Investition werde in zwei bis drei Jahren nach Abschluss der Projektierungs- und Bewilligungsphase gefällt.

Im Windparks Høg-Jæren wurde in den ersten 12 Betriebsmonaten dank guten Windverhältnissen 22 Prozent mehr Strom produziert als geplant, statt 190 waren es 232 GWh. Gemessen an der Windenergieproduktion pro installiertes Megawatt gehöre Høg-Jæren zu den ertragsreichsten Binnenstandorten Europas, schreibt das ewz.

Drei Windprojekte in der Schweiz

In der Schweiz entwickelt das Stadtzürcher Elektritzitätswerk an drei Standorten Windprojekte. Im Windpark Surselva im Kanton Graubünden, der frühestens ab 2016 gebaut wird, sind maximal 40 Turbinen mit einer Gesamtleistung von bis zu 100 MW geplant. Es wird mit 170 GWh Strom pro Jahr gerechnet.

Zwei Windparks, die je 90 GWh Strom pro Jahr produzieren können, sollen im Waadtland entstehen. Die Windräder auf dem Mollendruz-Pass sollen frühestens ab 2015 laufen. Mit dem Bau der Anlage nordöstlich von Provence wird frühestens in zwei bis drei Jahren begonnen.