Prügelei
Zürcher Bezirksgericht verurteilt Sohn eines Topmanagers

Der 23-jährige Bankkaufmann machte im April 2014 Schlagzeilen, als er im Restaurant «Terrasse» und im Nachtclub «Hive» Personen attackierte. Das Zürcher Bezirksgericht hat ihn nun wegen mehrfacher leichter Körperverletzung verurteilt.

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Ein junger Mann musste sich vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. (Archiv)

Ein junger Mann musste sich vor dem Bezirksgericht Zürich verantworten. (Archiv)

Keystone

Als sich am 30. April 2014 ein Gast beim «Terrasse»-Kellner über einen anderen Kunden beschwerte, nahm die Geschichte ihren Lauf. Der Kellner sprach den Beschuldigten auf sein Verhalten an und bat ihn höflich, das Lokal zu verlassen. Der junge Mann sei anschliessend mit den Fäusten auf den Kellner losgegangen, dabei zog sich der Angestellte laut Anklageschrift eine Verstauchung, Prellung sowie mehrere Schürfwunden zu.

Die Staatsanwaltschaft war zu der Zeit in Kenntnis einer weiteren Auseinandersetzung, die sich nur wenige Tage zuvor im Nachtclub «Hive» abgespielt hatte. Der Angeklage versetzte im Streit einem anderen Gast einen Faustschlag ins Gesicht, worauf dieser eine Jochbeinfraktur mit einer Augenverletzung erlitt. Die beiden Ereignisse haben den Staatsanwalt dazu veranlasst, den jungen Mann anzuzeigen, wie die NZZ schreibt.

Durch Abwesenheit geglänzt

Der 23-Jährige nahm nicht persönlich an der Gerichtsverhandlung teil, laut NZZ machte er seinen Gesundheitszustand dafür geltend.

Der Anwalt hinterfragt die Schuldfähigkeit des Angeklagten, da er die Prügelei im «Hive» ganz abstreite und nicht als rechtsgültiger Täter identifiziert werden konnte. Sein Mandant habe zudem im betrunkenen Zustand nicht die Absicht gehabt, den Kellner zu Fall zu bringen.

Das Bezirksgericht verurteilt den Studenten bedingt zu einer Geldstrafe von 270 Tagessätzen. Zudem muss er dem Kellner eine Genugtuung von 500 Franken und dem Club-Gast gar 7000 Franken zahlen.