Zürich
Zuhause von Spinne gebissen – Hand schwoll zur doppelten Grösse an

Eine 56-jährige Zürcherin wurde von einer Spinne gebissen, als sie einen Mantel anzog. Sie erlitt eine Blutvergiftung. Diese wurde aber höchstwahrscheinlich nicht durch den Biss selbst, sondern durch eine Infektion der Bissstelle ausgelöst.

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Eine Zürcherin wurde in ihrer Wohnung von einer Winkelspinne gebissen. (Symbolbild)

Eine Zürcherin wurde in ihrer Wohnung von einer Winkelspinne gebissen. (Symbolbild)

Eine Zürcherin zog in ihrer Wohnung einen Mantel an und wurde prompt von einer Spinne gebissen. Dies erzählt die Schwiegertochter der 56-jährigen der Zeitung «20 Minuten». Einige Stunden später begann die Hand stark zu jucken und zu brennen. Die Stelle wurde desinfiziert, aber die Wunde verschlechterte sich in den folgenden Tagen, wobei der Partner der Frau die Spinne am Tag nach dem Biss dingfest machen konnte. «Nach drei Tagen war ihre Hand auf die doppelte Grösse angeschwollen, stark gerötet und eiterig», meint die Schwiegertochter weiter.

Die Frau suchte ihren Hausarzt auf, welcher eine Blutvergiftung feststellte. Er verschrieb ihr ein Antibiotikum. Trotzdem nahmen die Schmerzen weiter zu, weswegen an der Hand wenige Tage später im Spital operiert wurde. Mittlerweile geht es ihr besser: «Sie nimmt weiterhin Medikamente und muss in die Nachkontrolle.» Bei den Ärzten, welche ihr schnell und tatkräftig geholfen haben, bedanke sie sich herzlich.

Der Kurator des Zoos Zürich, Pascal Marty, meint, dass das Tier höchstwahrscheinlich eine Winkelspinne ist. So erklärt er: «Eigentlich sind Winkelspinnen ungefährlich, so wie die meisten Spinnen in der Schweiz.» Ein Spinnenbiss könne zu einer harmlosen Rötung oder Schwellung führen, die Blutvergiftung sei wahrscheinlich durch eine Infektion der Bissstelle ausgelöst worden.

Bisse von Spinnen und Stiche von Insekten soll man desinfizieren

Im Jahr 2019 kam es in Kaiseraugst AG durch eine giftige Dornfinger-Spinne zu einem Biss bei einer Frau. Laut einem Spinnenexperte wäre der Biss unangenehm aber auch nicht lebensbedrohlich. Sein Rat ist, Bisse von Spinnen und Stiche von Insekten zu desinfizieren.

Tox Info Suisse meint, man müsse bei einem Spinnenbiss nur einen Arzt aufsuchen, wenn innerhalb fünf bis zehn Minuten Anzeichen für eine allergische Reaktion auftreten würden oder die Symptome um die Bissstelle innert 24 Stunden schlimmer werden.