Züricher Stadtrat
Zwei Jahre Strategie «Nachhaltige Ernährung»: Food-Waste konnte bereits vermindert werden

Der Zürcher Stadtrat zieht eine Zwischenbilanz zum Projekt «Nachhaltige Ernährung». Die ersten Massnahmen scheinen Wirkung zu zeigen - viele weitere sollen nun folgen.

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450 Verpflegungsbetriebe konnten ihre Lebensmittelverluste in den ersten beiden Jahren des Projektes reduzieren. (Symbolbild)

450 Verpflegungsbetriebe konnten ihre Lebensmittelverluste in den ersten beiden Jahren des Projektes reduzieren. (Symbolbild)

Keystone

Der Zürcher Stadtrat zieht nun eine positive Zwischenbilanz zum Projekt «Nachhaltige Ernährung», das im November 2017 ins Rollen geriet: Erste Massnahmen waren bereits erfolgreich. Lebensmittelverluste in rund 450 Verpflegungsbetrieben konnten reduziert werden. Ausserdem fokussierten sie durch nachhaltige Einkäufe und eine gesunde Ernährung vermehrt den vorherrschenden Zeitgeist.

Um die Fortschritte der Kampagne festhalten und überwachen zu können, wurden Kennzahlen für das Food-Waste Monitoring definiert, Richtlinien für Kooperationen transparenter gestaltet sowie das Label «Stadtpur» aus Zürich vorangetrieben. Letzteres unterstützt die Stadtzürcher Landwirtschaft.

Die gesetzten Ziele fordern Zusammenarbeit über Branchen hinweg

Insgesamt erzielt die Stadt Zürich bisher mit 20 Massnahmen im Bereich nachhaltige Ernährung Fortschritte - noch weitere 16 werden folgen. Denn die Ziele sind gross: Lebensmittelverschwendung um zehn Prozent senken sowie die Gesamtumweltbelastung um 30 Prozent reduzieren. Um diese Bestrebungen in die Realität umzusetzen, müssen Beteiligte auf Wissenschaft, Gesellschaft und Wirtschaft zusammenarbeiten. Stadtrat Andreas Hauri wird in einer Mitteilung dazu zitiert:

«Für die nächsten Jahre gilt es, die hohe Dynamik in der Stadt Zürich mit ihren vielen Start-ups, Hochschulen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und innovativen Gastrobetrieben weiter zu nutzen.»

Mit spezifischen Menudatenbanken in Alterszentren und Personalrestaurants soll künftig CO2 eingespart werden. Auch das Stadtspital beteiligt sich an der Aktion und testet mit dem Start-up Prognolite eine neue Strategie zur Bestimmung der Menuanzahl, um Food-Waste zu vermeiden. Weitere Projekte der Stadt ist die Unterstützung des Festival «Food Zurich» und die «GemüseAckerdemie» in Schulgärten. (ld.)

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