Im Mittel der letzten fünf Jahre haben die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt knapp 4200 Watt Primärenergie verbraucht. Das sind mehr als 1000 Watt weniger als im Jahr 1990. Der Anteil erneuerbarer Energie ist von 11 auf 19 Prozent gestiegen. Trotzdem bleibe noch viel zu tun, teilte die Stadt am Mittwoch mit.

Deutlich weniger gut sieht es bei den Treibhausgasen aus. Als Zwischenziel wird für 2020 eine Emission von 4 Tonnen angestrebt. Im Schnitt der letzten fünf Jahre waren es 4,7 Tonnen pro Person und Jahr. Das sind immerhin rund 1,5 Tonnen weniger als vor 25 Jahren.

Eine Herausforderung werde das übernächste, für das Jahr 2035 angesetzte Zwischenziel, heisst es in der Mitteilung. Bis dahin sollten der Energieverbrauch auf 3200 Watt und die Treibhausgasemission auf 2,5 Tonnen gesenkt werden. Um dies zu erreichen, seien neben der Stadt auch der Kanton und der Bund gefordert, ausserdem müssten Private und Unternehmen mitziehen.

Norbert Ender, IBM Schweiz, Corine Mauch, Stadtpraesidentin Zuerich und Anne Keller, Direktor Corporate Citizenship, Swiss Re, von links, finden das Gleichgewicht auf der 2000 Watt-Waage

Norbert Ender, IBM Schweiz, Corine Mauch, Stadtpraesidentin Zuerich und Anne Keller, Direktor Corporate Citizenship, Swiss Re, von links, finden das Gleichgewicht auf der 2000 Watt-Waage

Die Stadt trage ihren Teil zur Zielerreichung bei: So wurde das neue Bettenhaus des Stadtspitals Triemli nach den Vorgaben der 2000-Watt-Gesellschaft gebaut. Die Stadtgärtnerei benötigt nach der Sanierung nur noch gut die Hälfte der Energie von früher und das Pflegezentrum Witikon konnte im Rahmen einer Instandsetzung vollständig 2000-Watt-tauglich gemacht werden.

Zwischen den einzelnen Jahren gibt es beträchtliche Schwankungen. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die Witterung. So lag 2014 mit den milden Wintermonaten der Energieverbrauch mit knapp 3900 Watt um rund 9 Prozent unter dem des Vorjahres. Jährliche Werte sind daher laut Mitteilung mit grosser Vorsicht zu interpretieren. Der Blick müsse auf die längerfristige Entwicklung gerichtet werden.