Bei der Stichfrage erhielt der Gegenvorschlag 56 Prozent der Stimmen, die Initiative lediglich 44 Prozent. Somit haben die Stimmberechtigten Ja gesagt zu einem Rahmenkredit in der Höhe von 120 Millionen Franken für den Ausbau des Veloweg-Netzes und der Velo-Infrastruktur. Reichen soll das Geld für die nächsten 20 Jahre. Die Initiative hatte 200 Millionen Franken verlangt.

Sowohl die Grünen als auch der VCS, der die Initiative unterstützt hatte, sind mit dem Ergebnis zufrieden: Das doppelte Ja in der Velo-Abstimmung sei ein deutliches Zeichen der Stimmberechtigten zu einer konsequenten Veloförderung in der Stadt Zürich. Dass der Gegenvorschlag obsiegte, sei letztlich unerheblich. Für die Grünen ist zudem klar, dass mit der Annahme der Veloinitiative die Gewichtung im Konflikt um zusätzliche Velospuren und die Erhaltung von Strassenparkplätzen neu vorgenommen werden muss. Fehlt der Raum, um beiden Ansprüchen zu genügen, ist einem sicheren Routennetz für das Velo der Vorzug einzuräumen. (sda/jk)