Zürich
Stadt will soziale Teilhabe von Asylsuchenden fördern - mit neuer finanzieller Pauschale

Die Stadt Zürich wird ab nächstem Jahr eine Pauschale von rund 85 Franken monatlich an vorläufig Aufgenommene und Asylsuchende bezahlen, um deren soziale Teilhabe zu fördern. Eine bessere Integration soll dadurch erreicht werden.

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Bisher wurden die Leistungen nur bei nachgewiesenem Bedarf ausgezahlt. (Symbolbild)

Bisher wurden die Leistungen nur bei nachgewiesenem Bedarf ausgezahlt. (Symbolbild)

Christian Beutler

Vorläufig Aufgenommene und Asylsuchende erhalten ab nächstem Jahr in der Stadt Zürich ergänzende finanzielle Leistungen, wie etwa für Mobilität, neu pauschal. Diese Leistungen sind bisher nur an vorläufig Aufgenommene und nur bei nachgewiesenem Bedarf ausgerichtet worden.

Vorläufig aufgenommene Ausländer sowie Asylsuchende machten laut einer Studie der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften einen «nicht unwesentlichen» Anteil jener aus, die Gratis-Lebensmittel bezögen, teilte die Stadt Zürich am Montag mit.

Die Pauschale solle demnach die soziale Teilhabe fördern, da von den beiden Gruppen Integrationsleistungen gefordert würden. Dazu gehörten etwa Freiwilligenarbeit, die Pflege nachbarschaftlicher Beziehungen oder das Engagement im Quartier.

Auch schulische Ausstattung soll jedes Jahr unterstützt werden

Für vorläufig Aufgenommene beträgt die Pauschale monatlich 85 Franken für eine Einzelperson, für Asylsuchende 65 Franken, wie das Sozialdepartement auf Nachfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mitteilte.

Neu werden laut Mitteilung auch Beiträge für die schulische Ausstattung von Kindern bei jedem Stufenübertritt ausgerichtet. Bisher wurde lediglich die Erstausstattung beim Schuleintritt finanziert. (sda)

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