Zürich
Spitex statt Pflegeheim: Deswegen hat der Kanton genügend Pflegeplätze

Obwohl die Zahl der Seniorinnen und Senioren in den kommenden Jahren zunehmen wird, braucht es im Kanton Zürich keine zusätzlichen Plätze in Alters- und Pflegeheimen. Dies liegt daran, dass mittlerweile viele Ältere nicht mehr in ein Heim wollen.

Merken
Drucken
Teilen
Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium kam in einer Prognose zu den Pflegeplätzen zum Schluss, dass die heute rund 18'700 Pflegebetten im Kanton Zürich bis ins Jahr 2040 ausreichen.

Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium kam in einer Prognose zu den Pflegeplätzen zum Schluss, dass die heute rund 18'700 Pflegebetten im Kanton Zürich bis ins Jahr 2040 ausreichen.

Symbolbild: Christian Beutler/Keystone

Auch wer nicht mehr ohne Hilfe zurechtkommt, schiebt den Umzug in ein Alters- und Pflegeheim so lange wie möglich hinaus. Die Seniorinnen und Senioren bleiben lieber in ihrer gewohnten Umgebung und lassen sich von der Spitex pflegen.

Das hat Auswirkungen auf die Alters- und Pflegeheime. Das Schweizerische Gesundheitsobservatorium (Obsan) kam in einer Prognose zu den Pflegeplätzen zum Schluss, dass die heute rund 18'700 Pflegebetten im Kanton Zürich bis ins Jahr 2040 ausreichen, wie die Gesundheitsdirektion am Montag mitteilte.

In einer früheren Studie aus dem Jahr 2015 prognostizierte Obsan bis 2035 noch einen Mangel von 3000 Betten. Diesen Mangel wird es wegen der zunehmenden Verschiebung von Heim zu Spitex aber nicht geben. Der Bund rechnet zudem für die nächsten Jahre mit einem geringeren Wachstum der Altersgruppen ab 65 Jahren. Dies führte zu einer weiteren Korrektur des ursprünglich prognostizierten Betten-Mangels.

Mit dem Coronavirus hat dies alles aber nichts zu tun, wie es bei der Gesundheitsdirektion auf Anfrage hiess. Die Daten für die neueste Obsan-Prognose würden aus dem Jahr 2019 stammen, also aus der Zeit vor Corona. (sda)