Zürich
So wichtig sind Insekten für den Zoo Zürich – er verfüttert rund zwei Tonnen davon pro Jahr

Insekten sind schnell zu übersehen. Dabei bilden sie die grösste Gruppe in der Tierwelt. Und für viele Zootiere sind Insekten das Hauptfutter oder dienen als wichtige Nahrungsergänzung.

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Ein Insekt namens Wandelndes Blatt wird von einer Tierpflegerin den Besucherinnen und Besuchern gezeigt.
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Sein Name kommt von seiner Ähnlichkeit mit einem Blatt.
Aufgrund seines Aussehens kann das Wandelnde Blatt sich gut tarnen.
In dieser Nahaufnahme sieht man den Kopf des Insekts sehr gut.
Nicht nur das Wandelnde Blatt kann sich hervorragend tarnen...
... auch die Stabschrecken verstecken sich gut.
Dank ihrer Ähnlichkeit mit einem Ast fallen sie in der Natur kaum auf.
Auf dem Pullover einer Tierpflegerin sieht man hingegen gut, wie eine Stabschrecke aussieht.

Ein Insekt namens Wandelndes Blatt wird von einer Tierpflegerin den Besucherinnen und Besuchern gezeigt.

Rita Schlegel / Zoo Zürich

Es ist Herbst, es ist kühl und es sind kaum Insekten zu sehen. Sie verkriechen sich und bereiten sich auf den Winter vor. Der Zoo Zürich nutzt nun diese Gelegenheit, um darauf hinzuweisen, wie faszinierend die kleinen Tiere sind, die für Menschen zuweilen recht lästig sein können. Aber Insekten sind oft auch nützlich. So zum Beispiel für den Zoo und seine vielen Besucherinnen und Besucher – alleine 2021 waren es 1,27 Millionen.

Wer den Zoo besucht, sieht viele Tiere, die Insekten zum Fressen gernhaben. «Insekten sind für viele Zootiere Hauptfutter oder dienen als wichtige Nahrungsergänzung. Der Zoo Zürich verfüttert pro Jahr etwa zwei Tonnen Insekten an eine Vielzahl von Tieren aus allen Tiergruppen. So zum Beispiel den Chamäleons, Ameisenbären, Tukanen oder den Totenkopfaffen. Verfüttert werden unter anderem Grillen, Heuschrecken oder auch Fruchtfliegen», schreibt der Zoo Zürich in einer Mitteilung vom Mittwoch.

Aber auch ein Insektenfresser sollte nicht jedes Exemplar anknabbern. Giftige, wehrhafte Insekten warnen potenzielle Räuber mit ihren Farben – als Beispiele dafür gelten Wespen oder Hornissen. Aber nicht jedes Insekt ist giftig und farbig – aber trotzdem wollen sie sich vor dem grossen Insekten-Appetit schützen, den Spinnen, Vögel, Säugetiere, Reptilien, Amphibien und Fische hegen. Darum tarnen sich manche Insekten auf faszinierende Weise. Manche Insekten sehen aus wie Äste oder Blätter und bewegen sich nur langsam und ruckartig wie Laub im Wind. Beispiele dafür sind etwa das Wandelnde Blatt und die Stabschrecke. Diese gibt es auch im Zoo Zürich zu sehen.

Insekten sehen nicht nur teilweise aus wie Pflanzen, sondern sind oft auch wichtig für diese. So bestäuben sie zwei Drittel der wichtigsten Nutzpflanzen und 80 Prozent der Wildpflanzen. (deg)

Damit das auch mal geklärt ist: Warum es keine grossen Insekten gibt.

zvg/Zoo Zürich/Sandro Schönbächler/Pascal Marty