Zürich
Reformierte bewilligen ein Budget mit roten Zahlen

Die evangelisch-reformierte Landeskirche Kanton Zürich rechnet im kommenden Jahr mit einem Minus von 1,1 Millionen Franken. Die Kirchensynode hat am Dienstag das Budget 2022 mit 95 zu 2 Stimmen genehmigt.

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Eine Minderheit der Finanzkommission wollte eine Million Franken einsparen. (Symbolbild)

Eine Minderheit der Finanzkommission wollte eine Million Franken einsparen. (Symbolbild)

Ennio Leanza

Die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie sind vorerst noch nicht spürbar, wie es in einer Mitteilung heisst. Das anvisierte Resultat basiert auf der Vorgabe, dass der Beitragssatz der Kirchgemeinden auf der Höhe von 3.10 belassen wird. Diesem Beitragssatz stimmte das Kirchenparlament ebenfalls zu.

Gegenüber dem Budget 2021 reduziert sich der Personalaufwand um 1,1 Millionen auf 82,4 Millionen Franken. Grund dafür ist die Anpassung der kalkulierten Sozialkosten. Für 2022 ist ein Stufenanstieg, aber kein Teuerungsausgleich budgetiert. Die Sachkosten betragen 11,8 Millionen Franken. Für Beiträge wurden knapp 11 Millionen Franken budgetiert.

Ein Minderheitsantrag der Finanzkommission, der dem Kirchenrat auferlegen wollte, im Budget 1 Million Franken einzusparen, fand im Kirchenparlament keine Mehrheit. Die Sparvorgabe hätte, so wurde von verschiedenen Synodalen argumentiert, am geplanten Stufenanstieg bei den Löhnen des Personals angesetzt.

Denkmal- und Klimaschutz in Einklang bringen

Neben dem Budget beschäftigte sich die Synode auch mit der Frage, wie die Ziele von Klima- und Denkmalschutz bei kirchlichen Gebäuden in Einklang gebracht werden kann.

Es bestehe bereits ein Prozess mit den Denkmalpflegen und weitere Aktivitäten sind geplant, etwa ein Social Lab. Mit dieser Methode sollen zukunftsfähige Möglichkeiten der Immobiliennutzung unter Einbezug möglichst aller Interessengruppen geschaffen werden. (sda)

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