Zürich
Polizei will Senioren besser vor Kriminellen schützen

Seniorinnen und Seniorinnen werden immer häufiger Opfer von Kriminellen. Die Kantonspolizei Zürich hat daher eine eigene «Fachstelle Seniorenschutz» aufgebaut, eine Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige.

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Die neue «Fachstelle Seniorenschutz» sensibilisiert die potenziellen Opfer und gibt Verhaltensempfehlungen ab.

Die neue «Fachstelle Seniorenschutz» sensibilisiert die potenziellen Opfer und gibt Verhaltensempfehlungen ab.

Symbolbild: Christof Schuerpf / Keystone

(sda) Weil Kriminelle immer häufiger Seniorinnen und Seniorinnen ins Visier nehmen, hat die Kantonspolizei Zürich eine eigene «Fachstelle Seniorenschutz» aufgebaut. Diese dient als Anlaufstelle für Betroffene und Angehörige.

Die Fachstelle soll dabei helfen, seniorenzentrierte Kriminalität zu stoppen, die Betroffenen zu schützen und die Täter zur Rechenschaft zu ziehen, wie die Kantonspolizei am Dienstag mitteilte.

Die neue Fachstelle sensibilisiert die potenziellen Opfer und gibt Verhaltensempfehlungen ab. Sie nimmt eine koordinierende Rolle ein, auch gegenüber der Strafverfolgungsbehörde, und sucht mit den Betroffenen nach einer für sie passenden Lösung.

Mit Fachperson aus der Alterswissenschaft

Die bei der Kriminalpolizei angegliederte Fachstelle wird bislang von zwei Polizisten betrieben. In einem nächsten Schritt soll sie um eine Fachperson aus der Alterswissenschaft ergänzt werden.

Der Schutz von Seniorinnen und Senioren vor Gewalt- und Vermögensstraftaten ist auch ein Schwerpunkt des Regierungsrats für die laufende Legislaturperiode. Mit Prävention, Vernetzung und der Fachstelle soll die Sicherheit im Alter erhöht werden.

Im vergangenen Jahr baute die Kantonspolizei bereits ein Netzwerk zu allen Wohn- und Pflegeinstitutionen auf. Dies führte zu mehr Verdachtsmeldungen und mehreren abgeschlossenen Ermittlungsverfahren.