Zürcher Gemeinderat

Zürich plant Pavillons gegen Schulraumnot für 16,5 Millionen Franken

Schüler auf dem Weg ins Klassenzimmer (Symbolbild)

Schüler auf dem Weg ins Klassenzimmer (Symbolbild)

In der Stadt Zürich sollen für knapp 16,5 Millionen Franken fünf Schul- und Hortpavillons entstehen. Sie sollen vorübergehend die Schulraumnot beheben. In mehreren Boom-Quartieren steigen die Schülerzahlen nämlich sehr stark an.

Die provisorischen Schulbauten sollen je zwischen 2,6 und 3,8 Millionen Franken kosten. Sie werden aus Fertigelementen zusammengestellt und sollen die Situation entspannen, bis zusätzliche Schulhäuser zur Verfügung stehen.

Es handelt sich um eine weitere "Tranche" von Bewilligungen. Die Pavillons entstehen im Kreis 5, in Schwamendingen, Altstetten, Riesbach und Wipkingen. 2012 wurden bereits vier Pavillons in der Stadt bezogen. Bis 2019 sind noch acht in Planung und nochmals 15 in Prüfung.

Nötig aber eigentlich zu teuer

Ein Teil des Parlaments kritisierte am Mittwochabend die hohen Kosten. Die Pavillons seien als Überbrückungslösungen gemeint und dürften durchaus einfache, günstig erstellte Konstruktionen sein, hiess es.

So wie die Projekte daherkämen - Minergiestandard, teils mehrere Stockwerke und dergleichen - müsse man allerdings annehmen, dass die Pavillonbauten für viele Jahre gedacht seien, sagte ein Sprecher der AL. Die SVP wollte jeweils den Raumbedarf für die Betreuung der Schülerinnen und Schüler streichen.

Wie Stadtrat André Odermatt (SP) erklärte, wird jedes Jahr der Bedarf an Schulraum sorgfältig erhoben und die städtische Schulraumplanung entsprechend angepasst. Es gebe aber auch teils sehr kurzfristigen Bedarf, der abgedeckt werden müsse.

Die Schul- und Hortpavillons würden als vollwertige Ersatzbauten angeboten und stiessen deshalb auf sehr hohe Akzeptanz, sagte der Vorsteher des Hochbaudepartementes weiter. Dass einzelne Pavillons mehrgeschossig seien, sei eine Folge des beschränkten Platzes für die Bauten.

Gegen die fünf stadträtlichen Weisungen stimmte am Schluss einzig die SVP, nachdem ihre Kürzungsanträge chancenlos geblieben waren. Die Vorlagen der einzelnen Pavillons passierten jeweils mit 89 bis 97 Ja- zu 23 Nein-Stimmen.

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