Zürich
Pilotprojekt «wirtschaftliche Basishilfe»: Bisher 45 bewilligte Gesuche

Mit dem Projekt unterstützt die Stadt Zürich insbesondere Personen ohne Zugang zur Sozialhilfe. Bisher wurden 88'776 Franken ausbezahlt.

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Vor allem Sans-Papiers sind auf die Hilfe angewiesen, da sie durch die Beantragung von Sozialhilfe ausgewiesen werden können. (Symbolbild)

Vor allem Sans-Papiers sind auf die Hilfe angewiesen, da sie durch die Beantragung von Sozialhilfe ausgewiesen werden können. (Symbolbild)

Christian Beutler

Die Stadt Zürich hat bis Ende Oktober 45 Gesuche im Rahmen der «wirtschaftlichen Basishilfe» bewilligt und insgesamt 88'776 Franken ausbezahlt. Das Programm richtet sich an Personen, die keinen Zugang zur Sozialhilfe haben wie etwa Sans-Papiers und Sexarbeitende, denen beim Gang aufs Sozialamt die Ausweisung droht.

In den ersten drei Monaten des Projekts sind 88 Gesuche eingereicht worden, wie das Sozialdepartement am Montag mitteilte. 24 davon sind noch in Bearbeitung, 18 wurden abgelehnt. Über die Hälfte der bewilligten Gesuche wurden von Personen eingereicht, die länger als sechs Jahren in der Stadt Zürich leben. Davon haben nochmal fast die Hälfte einen gültigen Aufenthaltsstatus.

Das Angebot funktioniere grundsätzlich, heisst es in der Mitteilung. Eine detaillierte Evaluation des Projekts sei erst nach Abschluss des Pilotprojekts, also wenn der Kredit aufgebracht ist, möglich. Das Angebot werde in der nächsten Zeit von den beteiligten Organisationen Caritas Zürich, Schweizerisches Rotes Kreuz Kanton Zürich, Solidara Zürich und die Sans-Papier Anlaufstelle SPAZ weiterentwickelt.

Notsituationen sollen überbrückt werden

Mittlerweile können bereits andere Hilfswerke Armutsbetroffene für eine Abklärung an diese Organisationen verweisen. Mitte Juli hatte der Gemeinderat zwei Millionen Franken für das Projekt gesprochen. Es steht Personen offen, die mindestens fünf Jahre in der Schweiz leben, davon mindestens zwei Jahre in der Stadt Zürich.

Die Beträge orientieren sich in ihrer Höhe an der Asylfürsorge und liegt damit tiefer als die Sozialhilfe. Das Geld ist zur Überbrückung in Notsituationen gedacht und soll nicht länger als sechs Monate bezogen werden. (sda)

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