In Zürich werden auf öffentlichen Grünflächen ab 2014 Gemüse wie Fenchel, Krautstiel, Lauch und Randen angepflanzt. Dies geht aus der Bepflanzungsliste der Stadtgärtnerei hervor, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

«Das Konzept sieht Nutzpflanzen in Rabatten bei Tram-Endhaltestellen und auf Verkehrsinseln vor», sagt Lukas Handschin von Grün Stadt Zürich.

«essbare Stadt» soll 10'000 Franken einsparen

Die Aktion geht auf das Postulat «essbare Stadt» von SP-Politikerin Simone Brander zurück, das der Gemeinderat im Dezember gutgeheissen hat.

Damit kommt der aus New York stammende Trend «Urban Farming» in Zürich an. Mit Gemüse statt Blumen sollen laut Brander 10'000 Franken eingespart und ein Mehrwert für Bürger geschaffen werden.

Grüne sind nicht begeistert

Sie können bei der Gartenarbeit Gemeinsinn pflegen und dann die Ernste essen. Nicht begeistert ist die grüne Stadträtin Ruth Genner, denn viele Rabatten seien an Strassen. «Sie sind nicht geeignet, um Nahrungsmittel zu produzieren. Die Schadstoffbelastung ist an diesen Orten zu hoch.»