Konkret geht es um die Lenzlinger Söhne AG. Im letzten Jahr hatte das Unternehmen die meisten Zelte am Open-Air aufgestellt. Nun warten sie seit Monaten auf eine Zahlung von 130 000 Franken von den Veranstaltern.

Der Grund dafür seien unterschiedliche Ansichten über die Erfüllung der Vertragsleistung, erklärt Claudia Wintsch, die Sprecherin des Zürich Openairs, gegenüber der «NZZ».

Angesprochen auf diese Aussage, kontert die Verwaltungsratspräsidentin der Lenzlinger Söhne AG, dass sie diesen Grund zum ersten Mal höre. Langes Warten und Mahnungen halfen nichts. Als die Lenzlinger Söhne AG vernahm, dass das Open-Air in diesem Jahr wieder stattfinden würde, reichten sie Klage ein.

Aller Wahrscheinlichkeit nach wird es nicht die einzige Betreibung sein gegen die Veranstalter des Zürich Openairs. Wie die «NZZ» schreibt, seien noch weitere Rechnungen von teilweise mehreren 10 000 Franken noch nicht bezahlt.

Erstaunlich an dieser Geschichte ist, dass Rolf Ronner, der Gründer der Zürich Openair GmbH, für die Open-Air Ausgabe von diesem Jahr eine neue Unternehmung, die ZO Festival AG, gegründet hat. Mit dem Fall der unbezahlten Rechnungen von der Lenzliner Söhne AG habe dies jedoch überhaupt nichts zu tun, stellt Wintsch klar.

Es ist nicht das erste Mal, dass eine Unternehmung von Rolf Ronner mit Zahlungen hinterher hinkt. Bereits 2007 soll die GmbH, Rechnungen für das damalige «Open-Air Zürich» lange nicht bezahlt haben. Erst durch den Gang vor den Friedensrichter konnte ein Basler Grafikerbüro eine Zahlung bewirken. Damals war auch noch Roland Peter, ein Studienfreund Ronners, an der Unternehmung beteiligt gewesen.