Die drei grössten Geberkantone bleiben auch im nächsten Jahr die gleichen: Zürich, Zug und Genf. Das geht aus den Zahlen hervor, welche die Eidgenössische Finanzverwaltung am Dienstag veröffentlichte.

Am meisten einzahlen muss erneut der Kanton Zürich mit 417 Millionen Franken - fast 50 Millionen Franken mehr als 2014. Zug zahlt mit 317 Millionen Franken ebenfalls deutlich mehr (+37 Mio. Fr.), während Genf mit 256 Millionen Franken weniger beisteuern wird (-14 Mio Fr.).

Spitzenreiter in absoluten Zahlen bei den Nehmerkantonen bleibt der Kanton Bern, der mit rund 1,23 Milliarden Franken etwa gleich viel wie dieses Jahr erhält. Es folgt das Wallis (560 Mio. Fr.), das 46 Millionen Franken mehr erhält als 2013. Der Aargau erhält 180 Millionen (Vorjahr: 183).

Auf dem dritten Platz der Nehmerkantone findet sich Freiburg (417 Mio. Fr. ), obwohl es rund 26 Millionen Franken weniger erhält als im Vorjahr. Der Kanton St. Gallen erhält hingegen rund 13 Millionen Franken und gehört damit mit 405 Millionen Franken zu denjenigen vier Kantonen, welche mehr als 400 Millionen Franken erhalten.

Das Tessin wechselt wieder zur Gruppe der ressourcenschwachen Kantone. Dennoch wird der Kanton nicht vom Geber zum Nehmer: Denn das Tessin erhielt auch dieses Jahr Gelder aus dem Finanzausgleich - als einziger ressourcenstarker Kanton.

Dies liegt daran, dass der Kanton aus dem Lastenausgleich eine hohe Entschädigung aufgrund seiner Bevölkerungsstruktur und geografisch-topografischen Lage erhält. Nächstes Jahr wird das Tessin 35 Millionen Franken erhalten, knapp 10 Millionen Franken mehr als 2014.

Wie im laufenden Jahr gehören neun Kantone zu den Netto-Zahlern und siebzehn Kantone zu den Netto-Bezügern. Die Kantone können nun zu den Berechnungen Stellung nehmen.

Zürich trägt es mit Fassung

Im Kanton Zürich, wo im kommenden Jahr 50 Millionen Franken mehr in den Finanzausgleich eingezahlt werden müssen, hält sich der Schock über den neuen Beitrag in Grenzen. "Wir mussten damit rechnen", sagte der Sprecher der Finanzdirektion am Dienstag auf Anfrage.

Für die Berechnung würden immer drei aufeinanderfolgende Jahre verwendet. Für die NFA-Berechnung des Jahres 2015 wurden die Jahre 2009/2010/2011 genommen - also die Jahre nach der Finanzkrise, in denen sich die Wirtschaft erholte. "Deshalb steigt der NFA-Beitrag für Zürich jetzt wieder an."

Einen Höchststand hat der NFA-Beitrag mit den 417 Millionen Franken vom kommenden Jahr aber noch nicht erreicht. Zürich zahlte in früheren, noch besseren Zeiten auch schon eine halbe Milliarde an die ärmeren Kantone.(sda)