"Das Image der Region Zürich ist in den meisten wesentlichen Aspekten gut bis sehr gut", sagte Christian Fichter, Leiter Forschung und Entwicklung der Fachhochschule Kalaidos Schweiz, am Freitag bei der Präsentation der Ergebnisse in Zürich. Fichter hat die Studie Zürich Image-Monitoring (ZIM) im Auftrag des Amtes für Wirtschaft und Arbeit (AWA) und der Staatskanzlei durchgeführt.

Als besonders stark eingeschätzt wurden bei der Umfrage die Finanzbranche, die Hochschulen, der öffentliche Verkehr und die Vielfalt der Konsum- und Freizeitangebote. Ebenfalls positiv beurteilt werden die internationale Anbindung, die kulturelle Vielfalt, der Forschungsstandort, und die Attraktivität des Arbeitsplatzes für in- und ausländische Arbeitskräfte.

Zürich werde von der Zürcherinnen und Zürcher selber, aber auch von der Restschweiz und im Ausland als eine arbeitsame, funktionierende und sichere Metropolitanregion mit starker Wirtschaft eingeschätzt, sagte Fichter. Zürich sei sicher, erfolgreich, dynamisch, weltgewandt - und das alles gleichzeitig. Dieser Mix mache Zürich weltweit einzigartig.

Hektisch und überheblich

Die Studie förderte aber auch negative Aspekte zutage. So wird die Region Zürich von vielen als stressig, laut, teuer, aber auch als kühl, überheblich und arrogant empfunden. Zudem seien Ausländer nicht besonders gut integriert, die Region sei kein gutes Ferienziel und es sei unangenehm, sich mit Auto oder Velo fortzubewegen.

Deutlich positiver als von den Zürcherinnen und Zürchern selber wird die Region im Ausland wahrgenommen. Als geradezu paradiesisch werde Zürich von Deutschen beurteilt, die in Deutschland leben, stellte Fichter fest.

Kantone, die in direkter Konkurrenz stehen, haben dagegen eher Mühe mit Zürich. Die Region werde zwar von allen respektiert, aber nicht immer geliebt, sagte Regierungssprecherin Susanne Sorg.