Eröffnet wird "Zürich liest" am Donnerstag, 27. Oktober, im Zürcher Schauspielhaus. Der Autor Charles Lewinsky hält die Festrede und präsentiert seinen neuen Roman "Gerron". Auf dem Programm steht zudem die musikalische Inszenierung von Ilija Trojanows Roman "Eistau". Komponist dieser Schweizer Première ist Hans Huyssen.

Das Festival-Zentrum ist am Bellevue. Interessierte finden dort ein zentrales Informationszentrum. Am Bellevue starten auch die literarischen Trams und die Themen-Rundgänge.

Am Festival treten in- und ausländische Autorinnen und Autoren auf. Die Veranstaltungen finden in Buchhandlungen und Theatersälen statt, in Beizen, Kinos und Galerien, im Zoo und im Grandhotel sowie auf Spaziergängen und auf Tramfahrten.

Literaturnobelpreisträger im Stadthaus

Zu den literarischen Highlights gehört der Auftritt des Literaturnobelpreisträgers von 2003, J. M. Coetzee. Der südafrikanische Schriftsteller, der im australischen Adelaide lebt, liest im Stadthaus Zürich aus einer unveröffentlichten Novelle.

Nach Angaben der Festivalleitung ist es im laufenden Jahr die einzige Lesung des 71-jährigen Autors in Europa. Coetzee, der zweimal mit dem Booker-Preis ausgezeichnet wurde, hat mit Büchern wie "Schande", "Leben und Zeit des Michael K." oder "Eiserne Zeit" Weltruhm erlangt.

Breite Palette, auch für Kinder

Die Palette der Veranstaltungen ist breit. Unter vielem anderem gibt es Auftritte des syrischen Autors Rafik Schami, des Kenianers Ngugi wa Thiomg'o und des Israeli Sayed Kashua. Die deutsche Krimiautorin Andrea Maria Schenkel und der Lyriker Hans Gysi lesen aus ihren Werken, der Zürcher Schauspieler Beat Schlatter erzählt Sagen und verschiedene Kenner stellen Fussballbücher vor.

Auch für Kinder und Jugendliche gibt es ein reiches Programm. An die Kleinsten ab 2 Jahren wendet sich etwa Claudia de Weck mit ihrem Bilderbuch "Gugus - Dada". Schulkinder dürften sich über Meike Haas' Hexengeschichte "Coxi Flederwisch" amüsieren.