Zürich
Leupi: Corona-Jahr verursacht für Stadt finanziell keine Schweissperlen

Trotz Corona-Pandemie rechnet der Stadtzürcher Finanzvorsteher Daniel Leupi (Grüne) nicht mit einem «katastrophalen Abschluss» für das Jahr 2020. Auf der Einnahmenseite sei die Stadt im vergangenen Jahr solide dagestanden.

sda
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Die Corona-Pandemie war ein regelrechter Digitalisierungs-Beschleuniger. Im Bild: Finanzvorsteher Daniel Leupi. (Archivbild)

Die Corona-Pandemie war ein regelrechter Digitalisierungs-Beschleuniger. Im Bild: Finanzvorsteher Daniel Leupi. (Archivbild)

Keystone/Melanie Duchene

Konkrete Zahlen konnte Leupi am Dienstag vor den Medien noch keine nennen. Die Lage bereite ihm derzeit aber keine Schweissperlen, sagte er. Im Frühling wird die Stadt die Rechnung 2020 präsentieren.

Für das laufende Jahr ist Leupi auch nicht komplett pessimistisch. «Man muss nicht vom Schlechtesten ausgehen», sagte er weiter. Konjunkturforscher würden mit einem Kick für das Jahr 2021 rechnen.

Es gebe aber Branchen, die seien natürlich massiv betroffen. Falls die Arbeitslosigkeit deswegen steigt, merkt das auch die Stadt mit etwas Verzögerung, weil die Einkommen sinken. Allerdings würde dies erst im Jahr 2022 richtig in der Stadtkasse ankommen.

Auch die Auswirkungen der Steuervorlage17, also der Senkung der Unternehmenssteuern, wird gemäss Leupi dann richtig zu spüren sein.

1,5 Milliarden Finanzpolster

Was Leupi derzeit beruhigt, ist das Finanzpolster, das für schwierige Zeiten gebildet wurde. Es ist bisher noch 1,5 Milliarden Franken schwer.

Das Budget für das Jahr 2021 geht von einem Defizit von 185 Millionen Franken aus. Eine Steuererhöhung gibt es trotz durchzogener Aussichten nicht. Der Steuerfuss bleibt bei 119 Prozent.