Zürich
Kanton will Ersatz von Winterthurer Dieselbussen mit 18 Millionen Franken finanzieren

In der Stadt Winterthur soll das bestehende Netz der Trolleybusse erweitert werden, damit weniger Dieselbusse eingesetzt werden müssen: Der Kanton Zürich soll die Investition in die Infrastruktur mit einem Staatsbeitrag von 18 Millionen Franken tragen, beantragt der Regierungsrat dem Kantonsrat.

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Auf den Linien 5 und 7 sollen neu statt Dieselbusse Trolleybusse fahren. (Symbolbild)

Auf den Linien 5 und 7 sollen neu statt Dieselbusse Trolleybusse fahren. (Symbolbild)

Keystone

Mit dieser Investition werde der öffentliche Verkehr noch umwelt- und klimaschonender, begründet der Regierungsrat seinen Antrag. «Künftig werden in Winterthur 90 Prozent der Fahrgäste in strombetriebenen Fahrzeugen unterwegs sein», wird Regierungsrätin Carmen Walker Späh (FDP) in einer Mitteilung vom Donnerstag zitiert.

Derzeit werden auf den drei bereits bestehenden Trolleybus-Linien rund 70 Prozent der Fahrgäste transportiert. Neu sollen auch auf den Linien 5 und 7 statt Dieselbusse Trolleybusse verkehren.

Ein Teil der bestehenden Fahrleitungen kann auch für diese Linien verwendet werden. Neue Fahrleitungen werden auf einer Länge von 5,5 Kilometern nötig sein. Die Gesamtkosten für die Elektrifizierung der beiden Linien werden auf rund 18 Millionen Franken geschätzt. Erwartet wird eine Beteiligung des Bundes im Rahmen des Programms Agglomerationsverkehr in Höhe von rund 2,8 Millionen Franken.

Die Dieselbusse der Linie 5 sollen ab 2024 durch umweltfreundlichere Trolleybusse abgelöst werden, schreibt der Regierungsrat. Die Linie 7 soll voraussichtlich ab Ende 2026, wenn sie neu über die geplante Busquerung am Bahnhof Grüze geführt wird, elektrifiziert werden. (sda)

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