Zürich
Eine private App will die Fortschritte im Velonetz dokumentieren

Eine Gruppe von Zürcher Velofahrerinnen und Velofahrern lanciert eine App, mit der die tatsächlichen Fortschritte am Velonetz dokumentiert werden können. «VelObserver» besteht im Wesentlichen darin, dass jede Velofahrerin und jeder Velofahrer die Eigenschaften eines Velowegs auf einer Karte erfassen und beurteilen kann.

Merken
Drucken
Teilen
Voraussichtlich im Frühsommer wird eine erste Version von «VelObserver» aufgeschaltet.

Voraussichtlich im Frühsommer wird eine erste Version von «VelObserver» aufgeschaltet.

Archivbild: Matthias Scharrer

(sda) Taten statt vollmundige Ankündigungen: Eine Gruppe von Zürcher Velofahrerinnen und Velofahrern will die Stadt stärker in die Pflicht nehmen. Sie lanciert eine App, mit der die tatsächlichen Fortschritte am Velonetz dokumentiert werden können.

Die Stadt mache jeweils vollmundige Ankündigungen. Bisher habe sie aber kaum etwas dafür getan, um die Sicherheit der Velofahrenden zu erhöhen. Die Genossenschaft Posmo (Positive Mobility) will deshalb eine App aufschalten, welche die tatsächliche Qualität und die Entwicklung des Veloroutennetzes erfasst und darstellt.

Der sogenannte «VelObserver» besteht im Wesentlichen aus einer App, mit der jede Velofahrerin und jeder Velofahrer die Eigenschaften eines Velowegs auf einer Karte erfassen und beurteilen kann. Kriterien sind etwa, ob der Veloweg physisch von der Strasse abgetrennt, mit Farbe gekennzeichnet oder gar nicht abgetrennt ist. Auch die Breite des Wegs und ob viele Autos vorbeirauschen, kann festgehalten werden.

Dies ermögliche zum ersten Mal eine objektive Beurteilung der Gesamtsituation, schreibt die Genossenschaft Posmo in einer Mitteilung. Diese objektive Beurteilung fehle bisher.

«Inakzeptable Klassifizierung»

Die Daten, welche die Stadt bereitstelle, seien ungenügend. Es gebe keine akkuraten Rohdaten, welche alle wichtigen Merkmale abbilden würden. Zudem würden die Velowege von der Stadt so klassifiziert, dass es inakzeptabel sei. In Zürich würden sogar Velowege, die in anderen Städten so nie gebaut würden, hervorragende Noten erhalten.

Voraussichtlich im Frühsommer wird eine erste Version des «VelObservers» aufgeschaltet.