Zürich
Die Maag Hallen sollen bleiben – Kulturszene, Politiker und Quartier stellen sich gegen den geplanten Abriss

Die Maag Halle und die provisorische Tonhalle sollen abgerissen werden. Nun setzen sich die Kulturszene, Politiker und das Quartier für den Erhalt der beiden Hallen ein.

Stephanie Handschin
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Die Maag Hallen sollen abgerissen werden und ein Neubau des Berliner Büros Sauerbruch Hutton soll künftig das Areal schmücken. Dieser Entscheid ist nicht im Sinne aller Zürcher.

Die Maag Hallen sollen abgerissen werden und ein Neubau des Berliner Büros Sauerbruch Hutton soll künftig das Areal schmücken. Dieser Entscheid ist nicht im Sinne aller Zürcher.

Archivbild: Christian Berzins / Aargauer Zeitung

Geplant ist, dass die Maag Halle und die provisorische Tonhalle abgerissen werden, um Platz für das Bauprojekt des Berliner Büros Sauerbruch Hutton zu machen. Dies hat Besitzerin Swiss Prime Site (SPS) kürzlich bekanntgegeben. Angekündigt wurde der Baubeginn für das Projekt auf das dritte Quartal 2023.

Diese Entscheidung stösst auf viele Gegner. Die Kulturszene, Politiker und Quartieranwohner stellen sich zusammen gegen den Abriss der Maag Hallen auf. Sie haben jetzt ein Komitee gegründet und sammeln mit dem Aufruf «Retten wir die Maag Hallen» Unterschriften, um die Bauherrschaft umzustimmen. Stefan Urech Vorstand Quartierverein Kreis 5 und SVP-Politiker sagt:

«Zürich gehört zu den Städten mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Das macht die Stadt attraktiv für Bewohner und Unternehmen. Lebensqualität zeigt sich wesentlich daran, dass es kulturelle Vielfalt gibt. Mit dem Verschwinden der Maag Hallen stirbt die kulturelle Vielfalt und die Lebensqualität. Das will niemand.»

Das Anliegen des Komitees wäre nicht einmal schwer umzusetzen. Ein Entwurf für ein Projekt, bei dem die beiden Hallen bestehen bleiben, existiert bereits. Bei dem Wettbewerb für die Erneuerung des Maag Areals wurden die Teilnehmer gebeten, zwei Versionen einzusenden. Eine in der die Hallen in den Bauplan integriert werden und eine zweite, bei der sie abgerissen werden. Dies bestätigt Mladen Tomic, Sprecher der Swiss Prime Site, gegenüber NZZ und Tages-Anzeiger. Das Komitee bittet SPS, sich dessen Anliegen zu Herzen zu nehmen und das Projekt der renommierten französischen Architekten Lacaton & Vassal, bei dem rund um und über die Maag-Hallen gebaut worden wäre, zu realisieren.